Eurozone-BIP 4Q fällt weniger als erwartet - 2020 Minus von 6,8 Proz
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Wiederaufflammen der Pandemie und die nach und nach in allen Ländern des Euroraums verhängten Eindämmungsmaßnahmen haben der wirtschaftlichen Erholung vom harten Lockdown im Frühjahr vorerst ein Ende bereitet. Im vierten Quartal 2020 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schnellschätzung berichtete.
Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit 1,2 Prozent einen deutlich stärkeren Rückgang vorausgesagt. Im Jahresvergleich lag das BIP im vierten Quartal um 5,1 Prozent niedriger. Volkswirte hatten ein Minus von 5,7 Prozent erwartet.
Diese Rückgänge folgten auf eine starke Erholung im dritten Quartal um 12,4 Prozent und den schärfsten Rückgang seit Beginn der Zeitreihe 1995 im zweiten Quartal mit einem Minus von 11,7 Prozent.
Die wirtschaftlichen Folgen der viel abgestufteren Eindämmungsmaßnahmen im vierten Quartal waren weitaus weniger wachstumsschädlich als die des Frühjahrs und auch geringer als zunächst angenommen. So sank das französische BIP im vierten Quartal nur um 1,3 (Prognose: 4,1) Prozent. Deutschlands und Spaniens BIP stiegen sogar um 0,1 bzw 0,4 Prozent. Die italienische Wirtschaft schrumpfte um 2,0 (Prognose: 2,2) Prozent.
Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2020, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, sank das BIP im Euroraum um 6,8 Prozent und in der EU um 6,4 Prozent.
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DJG/apo/smh
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February 02, 2021 05:00 ET (10:00 GMT)