Eurozone-BIP sinkt im ersten Quartal um 3,6 Prozent
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)---Die Corona-Krise hat der Wirtschaft der Eurozone im ersten Quartal 2020 einen schweren Schlag versetzt. Wie die Statistikbehörde Eurostat in einer dritten Veröffentlichung mitteilte, fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 3,6 Prozent. Bei der zweiten Schätzung am 15. Mai war zunächst ein BIP-Plus von 3,8 Prozent gemeldet worden. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einer Bestätigung dieser Rate gerechnet.
Auf Jahressicht betrug der BIP-Rückgang 3,1 Prozent. Bei der zweiten Veröffentlichung war ein Minus von 3,2 Prozent gemeldet worden.
Im ersten Quartal fielen die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Euroraum um 4,7 (Vorquartal: plus 0,1) Prozent. Die Bruttoanlageinvestitionen sanken um 4,3 (plus 5,0) Prozent. Die Ausfuhren fielen um 4,2 (plus 0,1) Prozent, die Einfuhren um 3,6 (plus 1,9) Prozent.
Die Konsumausgaben der privaten Haushalte hatten im Euroraum einen negativen Einfluss auf das BIP-Wachstum von 2,5 Prozentpunkten, ebenso die Bruttoanlageinvestitionen mit 1,0 Punkten. Der Außenhandel lieferte einen negativen, die Vorratsveränderungen eine positiven Beitrag zum Gesamtwachstum.
In den 27 EU-Ländern zusammen fiel das BIP um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lag um 2,6 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/sha
(END) Dow Jones Newswires
June 09, 2020 05:00 ET (09:00 GMT)