Israel und Hisbollah greifen einander weiter an


TEL AVIV/BEIRUT (dpa-AFX) - Trotz Waffenruhe tritt im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz erneut Gewalt auf. Das Gesundheitsministerium in Beirut teilte mit, es seien zwei Sanitäter bei einem israelischen Angriff am Nachmittag im Südlibanon getötet worden. Eine weitere Sanitäterin sei zudem verletzt worden.

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Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Vorwürfen nach. In der Vergangenheit beschuldigte das israelische Militär die vom Iran unterstützten Hisbollah, Krankenwagen und medizinische Teams als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu transportieren. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

Hisbollah feuert Drohnen ab

Die israelische Armee meldete am Abend unterdes Drohnenangriffe der Hisbollah. Mehrere Drohnen wurden den Angaben zufolge abgefangen, ehe sie nach Israel drangen. Die libanesische Miliz habe zudem mehrfach Geschosse, darunter mit Sprengstoff beladene Drohnen, Richtung israelischer Soldaten im Südlibanon gefeuert, teilte Israels Militär weiter mit. Mit Sprengstoff beladene Drohnen der libanesischen Miliz seien zudem auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Nachbarland Libanon detoniert. Es habe keine Verletzten gegeben. In einigen Orten in Nordisrael heulten wegen der Vorfälle teils mehrfach die Warnsirenen.

Die aktuelle Waffenruhe-Vereinbarung erlaubt Israel Verteidigungsmaßnahmen gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe, untersagt jedoch offensive Operationen auf libanesischem Territorium. Israel und die Hisbollah werfen sich gegenseitig vor, gegen die Waffenruhe zu verstoßen. Die libanesische Regierung ist keine Kriegspartei in dem Konflikt.

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Das israelische Militär kontrolliert derzeit laut Angaben des libanesischen Ministerpräsidenten, Nawaf Salam, 68 Orte im Südlibanon./cir/DP/jha

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