Jedes zweite Unternehmen unterbricht Forschung coronabedingt


BERLIN (Dow Jones)--In der Corona-Krise dampfen zahlreiche deutsche Unternehmen ihre Forschungsaktivitäten ein. Jeder zweite Betrieb (54 Prozent) unterbricht laufende Projekte, wie eine Online-Befragung durch das Bundeswirtschaftsministerium ergab. Knapp ein Viertel (24 Prozent) wollen ihre Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten sogar ganz abbrechen. Nur 21 Prozent setzen auch in der Krise auf neue Projekte.

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Von den befragten innovativen Unternehmen gaben zudem drei Viertel an, die Laufzeit ihrer Forschungsprojekte zu verschieben oder zu verlängern. Großunternehmen passen Umfang und Fortführung ihrer Planungen dabei insgesamt stärker an als kleine und mittlere Unternehmen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte, Innovationen seien zentral für Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze und Wachstum. "Das Konjunkturprogramm für unseren Neustart nach der Krise muss daher neben Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit vor allem auch Innovationen fördern." Mit Lösungen in Bereichen wie Cloud-Infrastruktur, Wasserstoff und Energieeffizienz würden zudem zur Erreichung der Klimaziele beitragen. Deshalb werde die Regierung vor allem kleine und mittlere Unternehmen "weiterhin nach Kräften bei Forschung und Entwicklung unterstützen", so Altmaier.

An der Befragung hatten zwischen dem 9. und 30 April rund 1.800 innovative Unternehmen teilgenommen. 86 Prozent davon waren kleine und mittlere Unternehmen.

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Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 26, 2020 04:17 ET (08:17 GMT)

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