Kaum Nachfrageimpuls im deutschen Einzelhandel wegen Mehrwertsteuersenkung


BERLIN (Dow Jones)--Die Senkung der Mehrwertsteuer hat bislang im Einzelhandel zu keinem Nachfrageboom geführt. "Insgesamt ist unsere Einschätzung nach sieben Wochen Steuersenkung verhalten: Sie hat unterm Strich kaum Nachfrageimpulse ausgelöst", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Rheinischen Post.

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"Die meisten kleineren Einzelhandelsunternehmen im Nicht-Lebensmittel-Bereich liegen bei 60 bis 70 Prozent ihres Vorjahresumsatzes", sagte Genth. Die Konsumenten blieben zurückhaltend, "weil viele in Kurzarbeit sind, sich um ihren Arbeitsplatz sorgen oder weil sie die Maske tragen müssen", so Genth.

Im Lebensmittelbereich habe es Preissenkungen und Nachfragesteigerungen gegeben, aber die seien auch auf andere Effekte als die Steuersenkung zurückzuführen. So müssten die Menschen mehr Lebensmittel einkaufen, weil sie weniger essen gingen.

Die Bundesregierung hat wegen der Corona-Krise die Mehrwertsteuersätze von Anfang Juli bis Ende Dezember gesenkt. Der reguläre Satz fiel um 3 Prozentpunkte auf 16 Prozent, der ermäßigte Steuersatz wurde um 2 Punkte auf 5 Prozent gesenkt.

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Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/jhe

(END) Dow Jones Newswires

August 20, 2020 03:00 ET (07:00 GMT)

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