KBA: 15 Prozent weniger neue Elektroautos im Februar
BERLIN (dpa-AFX) - Die weggefallene Kaufprämie für Elektroautos macht sich weiter beim Absatz von Batterie-Pkw bemerkbar. Knapp 27 500 Autos mit reinem Batterieantrieb (BEV) wurden im Februar neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mitteilte. Das waren demnach mehr als 15 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Anteil von BEV an allen Neuzulassungen schrumpfte im Februar im Vorjahresvergleich um fast einen ganzen Prozentpunkt auf 12,6 Prozent.
"Der Markt für Elektroautos hat den Rückwärtsgang eingelegt", teilte Marktexperte Constantin Gall vom Beratungsunternehmen EY am Dienstag mit. Diese Entwicklung werde sich weiter fortsetzen. "Einige Hersteller gewähren aktuell hohe Rabatte für ihre Elektroautos, um das Auslaufen der Umweltprämie abzufedern", teilte Gall weiter mit. "Diese Aktionen sollen aber zeitlich befristet sein." Sollten die Preise anschließend wieder steigen, werde sich auch der Absatz von E-Autos weiter negativ entwickeln.
Die Kaufprämie der Bundesregierung war im vergangenen Jahr nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts kurzfristig und vorzeitig gestoppt worden.
Insgesamt wurden laut KBA im vergangenen Monat 217 388 Pkw neu in Deutschland zugelassen. Das waren 5,4 Prozent mehr als im Februar 2023. "Damit setzt sich der positive Jahresstart fort", teilte der Verband der Automobilindustrie mit. Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Niveau hänge der Absatz aber weiter hinterher.
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