Krieg und Lockdowns

Deutsche Exporte sinken im Mai überraschend


Deutsche Exporte sinken im Mai überraschend

Die deutschen Exporte sind im Mai vor dem Hintergrund von Ukraine-Krieg und China-Lockdown gesunken.

Die Exporteure verkauften kalender- und saisonbereinigt 0,5 Prozent weniger im Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten hingegen ein Plus von 0,9 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Exporte um 11,7 Prozent höher.

Werbung

Die Importe stiegen im Mai um 2,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die befragten Ökonomen hatten nur ein Plus von 0,2 Prozent vorhergesagt. Auf Jahressicht ergab sich ein Anstieg von 27,8 Prozent.

Insgesamt wurden im Mai kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 125,8 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 126,7 Milliarden Euro nach Deutschland importiert.

Es ergab somit ein kalender- und saisonbereinigtes Außenhandelsdefizit von 1,0 Milliarde Euro. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem Aktivsaldo von 3,0 Milliarden Euro gerechnet.

Werbung

Die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten sanken um 2,8 Prozent gegenüber dem Vormonat, die Importe aus diesen Staaten stiegen um 2,5 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden 2,8 Prozent weniger exportiert, die Importe legten um hingegen um 1,6 Prozent zu. Die Exporte in die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, fielen um 2,9 Prozent, die Importe aus diesen Ländern stiegen um 4,7 Prozent.

Die Exporte in die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wuchsen um 2,3 Prozent, die Importe nahmen um 2,9 Prozent zu. Die meisten deutschen Exporte gingen im Mai in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 5,7 Prozent mehr Waren exportiert als im April. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen um 0,5 Prozent.

Die Exporte nach Russland wuchsen im Mai gegenüber April um 29,4 Prozent auf 1,0 Milliarde Euro, nachdem sie im März um fast 60 Prozent gegenüber Februar und im April um 9,9 Proent gegenüber März eingebrochen waren. Gegenüber dem Vorjahresmonat lagen sie um 54,6 Prozent niedriger. Die Importe aus Russland gingen im Mai gegenüber April um 9,8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück.

Werbung

Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Gunnar Pippel / Shutterstock.com

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.