Roche-Arthritis-Medikament erreicht wichtigen Endpunkt in COVID-19-Studie
Die Roche-US-Tochter Genentech hat in einer Phase-3-Studie mit ihrem Arthritis-Medikament Actemra ihren primären Endpunkt erreicht.
Laut Roche verringert Actemra die Wahrscheinlichkeit, dass bei hospitalisierten Patienten mit Lungenentzündung im Zusammenhang mit COVID-19 eine mechanische Beatmung notwendig wird.
Genentech zufolge war bei Patienten, die Actemra plus Standardbehandlung erhielten, die Wahrscheinlichkeit um 44 Prozent geringer, dass die Patienten eine mechanische Beatmung benötigten oder sterben würden als bei Patienten, die Placebo plus Standardbehandlung erhielten.
Die Studie habe gezeigt, dass in der Actemra-Gruppe kumuliert 12,2 Prozent der Patienten bis zum 28. Tag in die mechanische Beatmung oder den Tod übergingen. In der Placebo-Gruppe seien es 19,3 Prozent gewesen, teilte das Unternehmen mit. Für das Medikament gebe es keine neuen sicherheitsrelevanten Hinweise.
Ende Juli hatte Genentech mitgeteilt, dass eine separate Phase-3-Studie mit Actemra den primären Endpunkt verfehlt habe.
Actemra unterdrückt die Überreaktion des Immunsystems, indem es Proteine namens Interleukin-6 blockiert, die die Entzündungsreaktion des Körpers auslösen. Forscher glauben, dass eine Überreaktion des Immunsystems die schwersten Schäden bei COVID-19-Patienten verursachen könnte und dass Medikamente, die diese Reaktion stoppen, einige der schwersten Symptome lindern könnten.
Genentech kündigte an, die neuesten Daten der U.S. Food and Drug Administration und anderen Gesundheitsbehörden weltweit mitzuteilen.
(Mitarbeit: Brianna Abbott)
Von Colin Kellaher
ZÜRICH (Dow Jones)
Ausgewählte Hebelprodukte auf Roche
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Roche
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: lucarista / Shutterstock.com