Börsen in Fernost

KOSPI bricht ein, Nikkei entfernt sich von Rekordständen: Massive Gewinnmitnahmen in Asien auf breiter Front


KOSPI bricht ein, Nikkei entfernt sich von Rekordständen: Massive Gewinnmitnahmen in Asien auf breiter Front

An den asiatischen Börsen geht es am Dienstag zum Teil kräftig nach unten. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von künstlicher Intelligenz getriebenen Rally.

Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Südkorea führt die regionale Liste mit den kräftigsten Einbußen an, vor allem Schwergewichte aus der Halbleiterbranche stehen mächtig unter Abgabedruck. Allerdings waren hier seit Jahresbeginn die aufgelaufenen Kursgewinne auch am höchsten. Damit kehrt sich der Optimismus über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen in Nahost vom Vortag um, aktuell überwiegen wieder die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen.

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Der südkoreanische KOSPI baute seine Abgaben im Verlauf kontinuierlich aus, schlussendlich ging es um 9,99 Prozent auf 8.203,84 Punkte abwärts. Kurzzeitig wurde der Handel sogar automatisch ausgesetzt. Der Index hatte aber auch jüngst diverse Rekordhöhen erreicht. Die Schwergewichte der Halbleiterbranche SK hynix und Samsung büßen kräftig ein. Der Ausverkauf bei SK hynix erfolgt nur einen Tag, nachdem das Unternehmen Samsung als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Südkoreas überholt hatte. Treiber war der KI-bedingte Halbleiter-Boom. "Die Entwicklung schreit förmlich nach Gewinnmitnahmen", sagt ein Händler.

Auch in Japan vergrößerte der Nikkei 225 seine Abgaben im Sitzungsverlauf deutlich und sank zur Schlussglocke um 3,55 Prozent auf 69.788,38 Punkte. Wie in Südkorea hatte auch das japanische Marktbarometer ein Allzeithoch nach dem nächsten verbucht. Chip- und exportorientierte Aktien stehen ganz vorn bei den Verlierern. SoftBank Group und Fujitsu gehören unter anderem zu den Verlierern.

Daten zum japanischen Einkaufsmanagerindex zeigen, dass sowohl die Industrie- als auch die Dienstleistungsaktivität im Juni zulegten - der Einkaufsmanagerindex von S&P Global verbuchte den ersten Anstieg der allgemeinen Geschäftsaktivität seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten, allerdings stiegen auch die Inputpreise deutlich an. <

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Derweil verzeichnete eine Auktion fünfjähriger japanischer Staatsanleihen eine geringere Nachfrage als der Zwölfmonatsdurchschnitt, da die Schwäche des Yen die Erwartungen verstärkte, dass die Bank of Japan die Zinsen schneller anheben könnte.

Die chinesischen Aktienmärkte neigten ebenfalls zur Schwäche: Der Shanghai Composite fiel um 1,37 Prozent auf 4.106,25 Punkte, der HSI in Hongkong um 1,82 Prozent auf 23.336,28 Zähler - belastet von Technologie- und E-Auto-Werten. Laut Bank of America zeigt der Konsum über die jüngsten Feiertage in China einige Verbesserungen. Der Automobilabsatz verharrte laut BoA-Daten im Schrumpfungsmodus. Anleger beobachteten den Konsumtrend in China genau, um Hinweise auf die Stärke der Wirtschaft zu erhalten. Denn zuletzt hatten Konsumdaten eine schwache Verfassung der Binnenkonjunktur offenbart.

DOW JONES

Bildquellen: Gil C / Shutterstock.com

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