MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Seoul und Sydney auf Allzeithochs
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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die asiatischen Börsen haben sich am Montag ohne klare Tendenz gezeigt. Damit folgten Indizes der Region nur zum Teil der Wall Street, wo eklatant verfehlte Markterwartungen beim Arbeitsmarktbericht die Sorge einer Zinswende aus dem Markt genommen hatten. In der Folge waren Dow & Co auf Allzeithochs marschiert.
Damit bleibe es bei einem für den Aktienmarkt günstigen Umfeld, hieß es, denn die Wirtschaftserholung laufe weiter und die geldpolitischen Lockerungen dürften dennoch nicht so bald zurückgefahren werden. Auch US-Finanzministerin Janet Yellen unterstrich den langen Weg zur wirtschaftlichen Normalität. Die Nachfrageerwartung aus China lässt derweil die Rohstoffpreise anziehen.
In Tokio legte der Nikkei-Index ein halbes Prozent zu auf 29.518 Punkte. Gestützt wurde der Markt von einer Erholung des Dollar, der mit den schwachen Arbeitsmarktdaten zum Wochenschluss unter Druck geraten war. Der schwächelnde Yen steigert die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Exportindustrie. Angeführt wurde der Markt von Stahl- und Automobilwerten. Nippon Steel zogen um 5,3 und Nissan Motor um 4,4 Prozent. Nach überzeugendem Geschäftsbericht zogen Mitsubishi Heavy Industries um 4,8 Prozent an.
Die chinesischen Börsen knüpften an die jüngsten Verluste an. Während Schanghai knapp im Plus schloss, präsentierte sich der HSI in Hongkong etwas leichter. Die Hoffnung auf eine weiter lockere Geldpolitik in den USA verpuffte hier. Der Versuch der USA, die Volkswirtschaften zu entkoppeln, lasse auch den Blick auf die US-Geldpolitik schwinden, hieß es. Dazu passte der 2,4-prozentige Verlust bei China Telecom. Die US-Börse NYSE hatte bestätigt, die ADS der Chinesen dauerhaft vom Handel auszuschließen. Analysten sprachen insgesamt von schlechter Stimmung und verwiesen auf geringe Umsätze - auch in den vergangenen Wochen - und folgerten daraus, dass das Kurspotenzial derzeit begrenzt sei.
Kospi führt Tableau mit Rekord an
Anders die Stimmung in Südkorea, wo der Kospi sehr fest schloss und ein Allzeithoch markierte. Befeuert wurde der Markt von äußerst optimistischen Konjunktureinschätzungen durch Präsident Moon Jae-in. Er versprach, eine Regierung werde ihr Bestes tun, um das Wirtschaftswachstum auf über 4 Prozent zu hieven. Der Kurs des Spiele-Anbieters NCsoft stieg um knapp 6 Prozent und erholte sich von Verlusten im Anschluss an schwache Geschäftszahlen.
In Australien marschierte der S&P/ASX-200 neben dem Kospi ebenfalls auf Allzeithoch - und präsentierte sich fest. Auf Quartalssicht waren die Einzelhandelsumsätze zwar um 0,5 Prozent gesunken und im März lag die Steigerung knapp unter der Markterwartung. Allerdings hatten die Erlöse davor deutlich angezogen, insgesamt normalisiere sich das Konsumverhalten wieder, hieß es. Getragen wurde der Aufschwung am Aktienmarkt vorm Rohstoffsektor. Rio Tinto rückten um 4,6 Prozent vor, Champion Iron um 5,4 und Fortescue Metals gar um 7,9 Prozent. Der gesamte Sektor kletterte um 3,4 Prozent. Händler verwiesen auf steigende Preise Eisenerzpreise in China.
An der Nachbarbörse im neuseeländischen Wellington verlor der Leitindex dagegen 0,6 Prozent - belastet vom 13-prozentigen Absturz bei A2 Milk. Seit September hat das Unternehmen bereits viermal die Prognose gesenkt.
Die Erdölpreise zogen an, nachdem die größte Ölpipeline in den USA Ziel eines Hackerangriffs geworden ist. Der Betrieb der Colonial-Pipeline sei vorübergehend eingestellt worden, teilte die Betreiberfirma mit. Die USA haben den regionalen Notstand erklärt
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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 7.172,80 +1,30% +8,89% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 29.518,34 +0,55% +6,97% 08:00
Kospi (Seoul) 3.249,30 +1,63% +13,08% 08:00
Schanghai-Comp. 3.427,90 +0,26% -1,30% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 28.548,56 -0,22% +5,03% 10:00
Taiex (Taiwan) 17.235,61 -0,29% +16,99% 07:30
Straits-Times (Sing.) 3.188,06 -0,38% +12,53% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.583,67 -0,24% -2,44% 11:00
BSE (Mumbai) 49.547,09 +0,69% +3,51% 12:00
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2150 -0,1% 1,2167 1,2074 -0,5%
EUR/JPY 132,36 +0,1% 132,18 131,77 +5,0%
EUR/GBP 0,8642 -0,6% 0,8690 0,8676 -3,2%
GBP/USD 1,4059 +0,4% 1,4001 1,3916 +2,8%
USD/JPY 108,96 +0,3% 108,64 109,13 +5,5%
USD/KRW 1115,67 +0,3% 1112,47 1121,12 +2,8%
USD/CNY 6,4277 -0,1% 6,4325 6,4610 -1,5%
USD/CNH 6,4229 +0,1% 6,4187 6,4583 -1,2%
USD/HKD 7,7665 +0,0% 7,7660 7,7669 +0,2%
AUD/USD 0,7851 +0,0% 0,7849 0,7764 +1,9%
NZD/USD 0,7280 +0,0% 0,7280 0,7215 +1,3%
Bitcoin
BTC/USD 58.917,70 +1,3% 58.135,25 56.212,76 +102,8%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 65,28 64,90 +0,6% 0,38 +34,2%
Brent/ICE 68,72 68,28 +0,6% 0,44 +33,7%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.835,95 1.831,28 +0,3% +4,68 -3,3%
Silber (Spot) 27,71 27,47 +0,9% +0,24 +5,0%
Platin (Spot) 1.263,95 1.255,60 +0,7% +8,35 +18,1%
Kupfer-Future 4,89 4,77 +2,6% +0,13 +38,8%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/cbr
(END) Dow Jones Newswires
May 10, 2021 03:38 ET (07:38 GMT)
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