MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Tech-Werte rutschen kräftig ab


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DOW JONES--Knapp behauptet sind Europas Börsen am Dienstag in den Handel gestartet. Vor allem bei Technologietiteln gibt es heftige Gewinnmitnahmen. Am Nachmittag rückt in den USA die Indexaufnahme von SpaceX in den Nasdaq-100-Index in den Fokus. Dies zwingt passive Indexfonds zunächst zu Käufen der Aktie, die danach üblicherweise abflauen und die Neueinsteiger oft unter Druck setzen. Der DAX gibt um 0,1 Prozent nach auf 25.782 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um ebenfalls 0,1 Prozent - auf 6.390 Zähler.

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Von Unternehmesseite stehen keine wichtigen Termine an. Rüstungsaktien stehen mit dem laufenden Nato-Gipfel in der Türkei im Blick, vor allem die weitere Entwicklung um den Milliardenauftrag von Kanada an die U-Bootwerft TKMS (+1,5%). Dieser gilt als klares politisches Signal in Richtung Europa und Nordpolar-Flotte, da auch Norwegen den selben U-Boot-Typ kauft. Entsprechend werden Tiraden von US-Präsident Donald Trump in Richtung Grönland erwartet. Unter den nordischen Rüstungswerten führen Saab mit fast 6 Prozent die Gewinner an. Thales und Leonardo legen bis zu 2,2 Prozent zu. Rheinmetall zeigen sich unverändert.

Tech-Sektor unter Druck trotz Rekorzahlen - KI-Müdigkeit setzt ein

Technologiewerte stehen kräftig unter Druck, die Welle der Gewinnmitnahmen setzt sich auch in Europa nahtlos fort. In Südkorea waren zunächst Samsung und LG Electronics trotz Rekordzahlen um je rund 10 Prozent eingebrochen. Händler führen dies auf eine Mischung aus Sell-the-News und dem Platzschaffen in den Portfolios für die Indexaufnahme von SpaceX zurück. Der Raumfahrtkonzern wird am Nachmittag in den Nasdaq-100 aufgenommen.

Für Infineon, STMicro und ASML geht es je bis zu 4,2 Prozent tiefer. BE Semiconductor fallen nach ihrem Rutsch vom Vortag weitere 3,5 Prozent. Für Ausrüster von KI-Datenzentren wie Siemens Energy geht es sogar 5,4 Prozent tiefer. Marktstratege Jochen Stanzl von der Consorsbank spricht von einer gewissen "KI-Müdigkeit" am Markt und sieht das als Warnzeichen: "Wenn gute Nachrichten verkauft werden, haben Anleger sie schon vorweggenommen. Das ist ein typisches 'Sell On The Good News' - der Markt zeigt Anzeichen einer zunehmenden KI-Müdigkeit". Dies sei keine gutes Omen für die Berichtssaison.

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Auch Umstufungen sorgen wieder für Bewegung: So geht es für Kion um 3,9 Prozent höher, nachdem sie von Morgan Stanley auf "Overweight" hochgestuft worden sind.

Fed-Protokoll mit neuem Chef im Fokus - Inflation in Holland fällt

Erst am Mittwochabend steht das Hauptereignis der Woche mit dem Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung an. Denn es gibt erste Einblicke in die erste Sitzung des neuen Notenbankchefs Kevin Warsh. Kristina Clifton, Währungsstrategin bei der CBA, meint, Marktteilnehmer werden das Protokoll auf Bestätigung oder Widerspruch zu der restriktiven ersten Erklärung von Warsh analysieren. Das Protokoll könnte weniger Einblicke bieten als üblich, angesichts Warshs Ansicht, dass die Fed in der Vergangenheit zu viele Leitlinien gegeben habe. Fed-Gouverneur Christopher Waller verteidigte indes die Praxis der "Forward Guidance".

Gute Nachrichten für die EZB sehen Händler hinter den Inflationsdaten aus den Niederlanden. Dort stiegen die Verbraucherpreise im Juni nur noch um 2,9 Prozent zum Vorjahr an. Im Vormonat war es noch 3,5 Prozent nach oben gegangen. "Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass wir das Peak gesehen haben", sagt ein Händler. "Der Druck auf die EZB zu Zinserhöhungen geht damit weiter zurück".

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.390,44 -0,1 -7,57 6.398,01 10,3

Stoxx-50 5.454,10 -0,1 -3,43 5.457,53 10,9

DAX 25.782,06 -0,1 -35,83 25.817,89 5,3

MDAX 33.349,60 +0,2 58,36 27.039,42 8,9

TecDAX 3.893,33 -0,5 -19,20 3.091,28 7,5

SDAX 18.536,18 -0,0 -3,29 13.062,07 7,9

FTSE 10.690,88 +0,4 39,11 10.651,77 7,6

CAC 8.527,42 +0,6 47,55 8.479,87 4,6

SMI 14.330,54 +0,2 28,28 14.302,26 8,0

ATX 6.518,42 -0,7 -47,09 6.565,51 22,4

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01

EUR/USD 1,1428 -0,1 -0,0012 1,1440 1,1418

EUR/JPY 185,1 -0,2 -0,3400 185,44 185,3800

EUR/CHF 0,9213 +0,0 0,0001 0,9212 0,9207

EUR/GBP 0,8539 -0,0 -0,0003 0,8542 0,8546

USD/JPY 161,95 -0,1 -0,1300 162,08 162,3300

GBP/USD 1,3382 -0,1 -0,0008 1,339 1,3356

USD/CNY 6,7963 +0,0 0,0005 6,7958 6,7959

USD/CNH 6,7987 +0,1 0,0045 6,7942 6,7985

AUS/USD 0,6943 -0,1 -0,0009 0,6952 0,6937

Bitcoin/USD 63.084,62 -1,1 -711,86 63.796,48 62.021,70

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 69,41 +1,3 0,86 68,55

Brent/ICE 72,96 +1,4 0,97 71,99

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.128,29 -0,9 -35,69 4.163,98

Silber 61,03 -1,7 -1,05 62,08

Platin 1.622,67 -0,5 -8,33 1.631,00

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

July 07, 2026 03:43 ET (07:43 GMT)

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