MÄRKTE EUROPA/Enttäuschende PMI aus Europa bremsen Aufwärtsdrang
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FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte tendieren am Freitag etwas fester. So legt der DAX um 0,2 Prozent auf 12.859 Punkte zu, der Euro-Stoxx 50 handelt 0,1 Prozent höher bei 3.278 Zählern. Die Richtung geben die Börsen in Asien vor, die sich mehrheitlich mit Aufschlägen zeigen. Es sind einmal mehr Technologietitel, die bei Anlegern hoch im Kurs stehen. In Folge legt auch der Index der europäischen Technologiewerte um 1 Prozent zu.
Positiv stimmt auch, dass Pfizer und Biontech in einer laufenden Phase-1-Studie in den USA einen Erfolg ihres Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus erzielt haben. "Berichte, dass der Impfstoff von Pfizer auf dem richtigen Weg ist, haben die Stimmung an den Börsen trotz der anhaltenden Unsicherheit über das globale Wachstum gestärkt", sagt Marktstrategin Jingyi Pan von IG in Singapur.
Einkaufsmanager-Index aus Deutschland liefert einen Dämpfer
Die Einkaufsmanagerindizes liefern alles in allem allerdings einen Dämpfer - für den Aktienmarkt und die Hoffnungen auf eine kräftige und anhaltende Erholung der Konjunktur. Ursache für die spürbare Stimmungseintrübung im Dienstleistungssektor dürfte nach Einschätzung von Uwe Burkert, Chefvolkswirt bei der LBBW, der zuletzt beobachtete Wiederanstieg der Corona-Infektionszahlen in vielen Regionen Europas und die damit verbundene Sorge vor einem weiteren Lockdown sein. Obschon sich die Lage in der deutschen Industrie im August weiter verbessert habe, bestätigten die von Markit gelieferten Zahlen einmal mehr, dass es ein langer und steiniger Weg aus der Krise werde.
Für den Euroraum insgesamt falle die kalte Dusche sogar noch etwas prägnanter aus als für Deutschland, nachdem die für Frankreich veröffentlichten PMI sowohl für die Industrie als auch für den Dienstleistungssektor einen merklichen Knick aufgewiesen haben.
Am Mittag rückt der Verfall der Index-Optionen am Terminmarkt in den Fokus. Der August-Termin ist traditionell von geringerer Bedeutung, da er in die Ferienzeit fällt. Ein Blick auf den Wochenverlauf zeigt, dass der DAX mehrheitlich in einer Spanne zwischen 12.800 und 13.000 Punkten gehandelt hat. Erst mit einem Ausbruch aus dieser Spanne sollte größeres Interesse vom Terminmarkt an den deutschen Aktienmarkt kommen.
Bayer erzielt Essure-Vergleich - Positiv fürs Sentiment
Positiv für das Sentiment wird an der Börse gewertet, dass Bayer in den USA einen Großteil der Klagen um die Verhütungsspirale Essure beigelegt hat. Damit gebe es ein Prozessrisiko weniger für den Pharmakonzern, heißt es im Handel. Mit Klägeranwälten seien Vereinbarungen getroffen worden, mit denen etwa 90 Prozent der insgesamt knapp 39.000 Klagen beigelegt würden. Zur Beilegung sei eine Zahlung von insgesamt etwa 1,6 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Die Vergleichssumme sei durch bestehende Rückstellungen gedeckt. Für die Aktie geht mit dem Markt um 0,1 Prozent nach oben.
Die Titel von Novartis ziehen um 1,6 Prozent an, nachdem der Pharmakonzern die Zulassung des Leukämiemittels Kesimpta (Ofatumumab) durch die US-Gesundheitsbehörde FDA erhalten hat. So dürfe der Schweizer Konzern das Medikament künftig zur Behandlung bei Patienten mit Multiple Sklerose einsetzen. Die Zulassung wurde allerdings bereits von Analysten erwartet.
Für die Aktie LPKF geht es dagegen um 2 Prozent nach unten. "Die Aufträge sind bei LPKF momentan das Problem", so ein Aktienhändler. Zum einen sei der Bestand gegenüber dem Vorjahr rückläufig, zum anderen komme es nun noch zu Verschiebungen. Gemäß einem Bericht will der Lasertechnikspezialist auf Auftragsverschiebungen mit einem verschärften Sparkurs und verlängerter Kurzarbeit reagieren. Bei den Aufträgen handelt es sich nach Unternehmensangaben um eine Großorder in den Sparten Solar, Electronics und Welding, die möglicherweise ins nächste Geschäftsjahr verschoben werden. Der Auftragseingang im zweiten Quartal 2020 lag mit 18 Millionen Euro bereits unter dem Vorjahreswert von 24 Millionen, der Auftragsbestand erreichte 22 Millionen Euro gegenüber 31,4 Millionen im Vorjahr. Ab kommender Woche handelt der Wert für Wirecard im TecDAX.
Für die Aktie von Dermapharm geht es um 2 Prozent nach unten. Die angehobene Prognose wird im Handel als "zu konservativ" eingestuft. So erwartet das Unternehmen beim EBITDA einen Anstieg um 8 bis 10 Prozent, die Markterwartung liege mit 17 Prozent dagegen darüber, heißt es im Handel.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.277,70 0,11 3,72 -12,48
Stoxx-50 2.975,27 0,23 6,71 -12,57
DAX 12.858,77 0,22 28,77 -2,95
MDAX 27.273,97 0,24 65,95 -3,67
TecDAX 3.092,15 0,29 8,87 2,56
SDAX 12.523,01 0,00 -0,24 0,09
FTSE 5.995,82 -0,29 -17,52 -20,27
CAC 4.914,44 0,07 3,20 -17,79
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,51 -0,01 -0,75
US-Zehnjahresrendite 0,64 -0,01 -2,04
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:26 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1813 -0,40% 1,1872 1,1848 +5,3%
EUR/JPY 124,65 -0,67% 125,36 125,51 +2,3%
EUR/CHF 1,0753 -0,18% 1,0770 1,0773 -1,0%
EUR/GBP 0,8946 -0,31% 0,8963 0,9010 +5,7%
USD/JPY 105,51 -0,28% 105,60 105,91 -3,0%
GBP/USD 1,3205 -0,09% 1,3246 1,3151 -0,4%
USD/CNH (Offshore) 6,9076 +0,01% 6,8991 6,9095 -0,8%
Bitcoin
BTC/USD 11.811,50 -0,20% 11.828,50 11.856,25 +63,8%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,62 42,82 -0,5% -0,20 -25,6%
Brent/ICE 44,76 44,90 -0,3% -0,14 -27,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.929,72 1.947,20 -0,9% -17,48 +27,2%
Silber (Spot) 27,03 27,03 +0,0% +0,00 +51,4%
Platin (Spot) 910,83 923,50 -1,4% -12,68 -5,6%
Kupfer-Future 2,94 2,97 -1,0% -0,03 +4,4%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com
DJG/thl/flf
(END) Dow Jones Newswires
August 21, 2020 04:37 ET (08:37 GMT)
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| 26.06.26 | Bayer Kaufen | DZ BANK | |
| 26.06.26 | Bayer Buy | UBS AG | |
| 26.06.26 | Bayer Overweight | Barclays Capital |
