MÄRKTE EUROPA/Geopolitik belastet Sentiment - DAX minus 1 Prozent


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25,817.89 EUR 38.58 EUR 0.15 %

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte sind nach dem Abverkauf zum Wochenstart auch am Dienstag schwächer gestartet. So handelt der DAX am Morgen 1,1 Prozent tiefer bei 24.686 Punkten, der Euro-Stoxx-50 notiert 0,9 Prozent tiefer. Geopolitische Risiken bilden erneut die Grundlage für Anlage-Entscheidungen, auch im Hinblick auf die im Tagesverlauf erwarteten Gespräche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Die aktuell vorherrschende Risikoaversion macht Sinn, auch wenn Pepperstone-Marktstratege Michael Brown davon ausgeht, dass sie kurzlebig sein wird und Kursrückgänge bei Aktien Kaufgelegenheiten bleiben.

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Auf dem Weg nach Davos wiederholte Trump seine Rhetorik zu Grönland auf Truth Social und schrieb in einem Beitrag, das Gebiet sei "unerlässlich für die nationale und weltweite Sicherheit". In dem Beitrag vom Dienstag sagte Trump, er habe ein "sehr gutes" Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über Grönland geführt und zugestimmt, sich in Davos mit "verschiedenen Parteien" zu treffen. Das CIO-Büro von Lombard Odier urteilt zur aktuellen Entwicklung, dass der europäische Block anders als im August 2025, als die EU einen Rahmen für ein Zollabkommen akzeptierte, nun über einen größeren Hebel verfüge: Die US-Zwischenwahlen stünden bevor und die Drohungen bezüglich Grönland einten die europäische Meinung wahrscheinlich.

Der Dollar tendiert schwächer, da sich die Devisenmärkte weniger auf die Zollrisiken als vielmehr auf die volatile Natur der US-Politik konzentrieren. Derweil erreichen Gold und Silber neue Rekordhöhen. In Deutschland stehen am Vormittag die ZEW-Konjunkturerwartungen an, wobei die Daten vor den neuesten US-Zollandrohungen erhoben wurden.

Angstbarometer VDAX steigt

Der Volatilitätsindex des DAX, auch Angstbarometer genannt, hatte am Montag seinen größten Tagesanstieg seit August 2025. Das zeigt Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners, wie groß die Verunsicherung unter den Investoren ist. Die Entwicklung offenbare aber auch, dass mit einer längeren Phase erhöhter Kursschwankungen gerechnet werde. Volatilitätsanstiege in der Größenordnung des Vortages gab es im vergangenen Jahr nur dreimal, im Jahr 2024 sogar nur zweimal.

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Die Angst vor einer erneuten Zollspirale lasse auf der anderen Seite die Zinsen wieder steigen. In den USA sind die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen an einer spannenden und möglicherweise entscheidenden Stelle angekommen. Erstmals seit Anfang August liegt die 10-Jahresrendite über der 200-Tagelinie. Nun wird spannend, ob das Überschreiten der 200-Tagelinie zu weiteren Verkäufen von US-Staatsanleihen führt. "Dies dürfte auch US-Präsident Trump verfolgen", so ein Marktteilnehmer zum aktuellen Zinsanstieg. Denn nichts fürchte Trump mehr als steigende Zinsen, auch im Hinblick auf die Midterm-Wahlen in diesem Jahr. Derweil hält der Ausverkauf japanischer Staatsanleihen über Nacht an und die Rendite 40-jähriger Anleihen steigt über 4 Prozent.

Berichtssaison rückt in den Fokus

Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite ist extrem dünn. So führt Henkel (+0,8%) Gespräche über einen Erwerb des niederländischen Chemieunternehmens Stahl Holdings, das sich auf Beschichtungen und Oberflächenbehandlungen für Materialien wie Leder, Kunststoffe und Textilien spezialisiert hat. Mit Blick auf den Umsatz wäre es ein kleinerer und strategisch sinnvoller Zukauf, wenn er denn stattfinde, heißt es im Handel.

Hypoport verlieren nach Zahlenausweis 13 Prozent. Vor allem das um 1 Prozent geschrumpfte Volumen der Plattform Europace im vierten Quartal stößt Anlegern sauer auf. "Die Perspektiven für Immobilienwerte werden ja nicht besser angesichts der steigenden langfristigen Renditen", sagt ein Händler. Daher könnte der Markt das vierte Quartals als Wendepunkt beim Wachstum interpretieren und überproportional negativ reagieren. Das Gesamtjahr verlief indes gut. Anaylstenkommentare belasten Aktien wie Carl Zeiss Meditec, FMC und Douglas. Docmorris geben nach Zahlenausweis 7,9 Prozent ab.

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An der Wall Street berichtet 3M als Konjunkturbarometer vor Börseneröffnung und Netflix nach Börsenschluss. Auch in Europa kommt die Berichtssaison nun langsam ins Rollen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.871,65 -0,9% -54,17 +2,3%

Stoxx-50 5.012,74 -1,0% -49,60 +2,9%

DAX 24.685,84 -1,1% -273,22 +1,9%

MDAX 30.962,82 -1,3% -422,75 +2,5%

TecDAX 3.636,21 -1,0% -37,69 +1,4%

SDAX 17.773,75 -1,3% -237,14 +4,9%

CAC 8.034,31 -1,0% -77,71 -0,5%

SMI 13.144,36 -1,0% -132,68 +0,1%

ATX 5.385,83 -1,0% -55,74 +2,2%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1715 +0,6% 1,1646 1,1644 -0,9%

EUR/JPY 184,91 +0,4% 184,13 184,11 -0,0%

EUR/CHF 0,9265 -0,2% 0,9287 0,9281 -0,2%

EUR/GBP 0,8688 +0,2% 0,8674 0,8671 -0,5%

USD/JPY 157,85 -0,2% 158,11 158,12 +0,8%

GBP/USD 1,3483 +0,4% 1,3427 1,3428 -0,3%

USD/CNY 6,9904 -0,1% 6,9962 6,9964 -0,4%

USD/CNH 6,9521 -0,1% 6,9562 6,9561 -0,3%

AUS/USD 0,6735 +0,3% 0,6714 0,6714 +0,6%

Bitcoin/USD 90.780,60 -1,9% 92.529,70 93.049,90 +4,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 58,93 59,26 -0,6% -0,33 +3,7%

Brent/ICE 63,55 63,94 -0,6% -0,39 +5,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.724,77 4.671,23 +1,1% 53,54 +8,1%

Silber 94,95 94,72 +0,2% 0,23 +32,9%

Platin 2.045,11 2.041,09 +0,2% 4,02 +16,4%

Kupfer 5,87 5,91 -0,7% -0,04 +2,4%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

January 20, 2026 03:52 ET (08:52 GMT)

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09:16 Netflix Buy Goldman Sachs Group Inc.
10.06.26 Netflix Buy Jefferies & Company Inc.
14.05.26 Netflix Outperform Bernstein Research
22.04.26 Netflix Overweight JP Morgan Chase & Co.
17.04.26 Netflix Kaufen DZ BANK