MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Zins- und Wachstumssorgen belasten


FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet sind Europas Börsen am Mittwoch in den Handel gegangen. Der DAX verliert 0,1 Prozent auf 15.745 Stellen, der Euro-Stoxx gibt 0,2 Prozent ab auf 4.279 Punkte. Vor allem die Sorgen um Zinsen und China-Wachstum belasten weiter. "Die Gemengelage sieht so aus, dass wir Druck von beiden Seiten bekommen - Zinsen und Konjunktur", kommentiert ein Händler. Besonders wichtig für den Markt ist daher das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung. Die Fed-Minutes werden am Abend veröffentlicht und sollten ein genauere Bild zeichnen, wie groß die Bereitschaft der Fed-Banker zu weiteren Zinserhöhungen ist. Hier hatte aber Neel Kashkari von der Fed Minneapolis bereits klargemacht, dass die Inflation zu hoch sei.

Werbung

Dazu stehen am Nachmittag Daten zu den US-Baubeginnen an. Die gestiegenen Zinsen für Immobilienkredite drücken schon lange auf die Bauaktivität. Gehofft wird nun auf Anzeichen einer Bodenbildung mit einem leichten Plus.

Britische Verbraucherpreise im Blick

In Europa wird vor allem auf die Verbraucherpreise in Großbritannien geblickt: Hier sorgt für etwas Erleichterung, dass sie mit plus 6,8 Prozent zum Vorjahr einen Tick unter der Erwartung von 6,9 Prozent blieb. Die Kernrate liegt allerdings etwas darüber. Am Vortag hatte ein rekordhoher Lohnanstieg die Sorgen geweckt, dass die Bank of England weiter bei den Zinsen zulegen muss.

Die Alcon-Aktie tendiert 1,6 Prozent leichter. Der Schweizer Hersteller von Augenheilmitteln konnte nicht nur ein starkes Zweitquartal vermelden, sondern erhöht zudem die Jahresprognose für Umsatz und Gewinn. Die Analysten der Citi loben die Zahlen und bestätigen ihre "Buy"-Empfehlung.

Werbung

Als "ordentlich" werden auch die Zahlen von Grand City Properties im Handel bezeichnet. Operativ laufe alles rund, die Netto-Mieteinnahmen im ersten Halbjahr stiegen um 5 Prozent zum Vorjahr, der FFO-Wert lag nur leicht unter Vorjahr. Für Minuszeichen sorgten nur die negativen Bewertungseffekte, die aber branchenüblich seien. Die Aktie legt 1,8 Prozent zu.

Gut kommen die Zahlen vom britischen Versicherer und Vermögensverwalter Aviva an (+1,4%). Die Zahlen zum ersten Halbjahr konnten die Erwartungen übertreffen. Wachstum habe es in allen Geschäftsbereichen gegeben, vor allem das Prämienwachstum wird gelobt. Im Ausblick betonte Aviva, man plane, die Mittelfristziele zu übertreffen.

===

Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.279,24 -0,2% -9,33 +12,8%

Stoxx-50 3.936,69 -0,0% -1,38 +7,8%

Werbung

DAX 15.744,71 -0,1% -22,57 +13,1%

MDAX 27.666,07 -0,4% -120,22 +10,2%

TecDAX 3.119,27 -0,2% -5,81 +6,8%

SDAX 13.060,17 -0,5% -64,64 +9,5%

FTSE 7.374,56 -0,2% -15,08 -0,8%

CAC 7.256,94 -0,1% -10,76 +12,1%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 2,66 -0,01 +0,09

US-Zehnjahresrendite 4,18 -0,04 +0,30

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:19 Uhr Di, 17:02 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0922 +0,2% 1,0918 1,0940 +2,0%

EUR/JPY 158,76 +0,0% 158,77 158,84 +13,1%

EUR/CHF 0,9587 +0,1% 0,9590 0,9583 -3,1%

EUR/GBP 0,8575 -0,1% 0,8591 0,8584 -3,1%

USD/JPY 145,37 -0,1% 145,47 145,22 +10,9%

GBP/USD 1,2737 +0,3% 1,2719 1,2745 +5,3%

USD/CNH (Offshore) 7,3134 -0,1% 7,3192 7,3129 +5,6%

Bitcoin

BTC/USD 29.157,84 -0,1% 29.150,23 29.425,25 +75,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 80,61 80,99 -0,5% -0,38 +2,2%

Brent/ICE 84,47 84,89 -0,5% -0,42 +2,2%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 41,30 38,81 +6,4% +2,49 -50,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.905,58 1.901,85 +0,2% +3,73 +4,5%

Silber (Spot) 22,66 22,53 +0,6% +0,14 -5,4%

Platin (Spot) 892,50 892,05 +0,1% +0,45 -16,4%

Kupfer-Future 3,66 3,67 -0,2% -0,01 -4,1%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

===

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/smh

(END) Dow Jones Newswires

August 16, 2023 03:22 ET (07:22 GMT)

Werbung