MÄRKTE EUROPA/Konsolidierung im DAX hält an - Warten auf ZEW
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Indizes sind am Dienstag etwas leichter in den Handel gestartet. Damit hält die Konsolidierung einen weiteren Tag an. Der DAX verliert am Morgen 0,3 Prozent auf 15.855 Punkte, auch der Euro-Stoxx-50 startet 0,3 Prozent tiefer bei 4.315 Zählern. Die Börse in Mailand bleibt heute wegen "Ferragosto" geschlossen, während "Mariä Himmelfahrt" nur in manchen deutschen Regionen gefeiert wird. Nachdem der Datenkalender am Vortag leergefegt war, stehen mit dem ZEW-Index aus Deutschland für August sowie den Einzelhandelsdaten aus den USA für Juli zwei Veröffentlichungen auf der Agenda, die das Interesse der Marktteilnehmer auf sich ziehen dürften.
Beim ZEW-Index dürfte sich nach Einschätzung der Marktstrategen der Helaba der Saldo der Konjunkturerwartungen bei einer rückläufigen Lageeinschätzung allenfalls stabilisiert haben. Insgesamt dürfte das Bild bestätigt werden, dass die konjunkturellen Perspektiven in Deutschland noch getrübt sind.
Überraschende Zinssenkung in China im Fokus
Die People's Bank of China hat am Morgen zur Überraschung vieler Wirtschaftsexperten die Zinsen gesenkt. Dies ist für Stephen Innes, Marktstratege bei SPI-Assetmanagement, zwar an sich völlig gerechtfertigt, dürfte aber ohne zusätzliche Staatsausgaben kaum einen dauerhaften Nutzen haben. Die geldpolitischen Auswirkungen werden höchstwahrscheinlich neutral sein. Sie könnten sogar als ungünstig empfunden werden, da die politischen Entscheidungsträger beginnen, den Panikknopf zu drücken. Und tatsächlich: Heftige Regenfälle im Norden Chinas, enttäuschende Export- und Kreditdaten, der anhaltende Rückgang bei den Immobilienverkäufen und die Verlangsamung der Industrieproduktion - dies alles deutet auf eine Schwäche der Wirtschaft im Juli hin. Die Analysten der Commerzbank sprechen von einer erhöhten Dringlichkeit für die politischen Entscheidungsträger, rasch zu handeln, bevor sich das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen drastisch verschlechtere.
Marks & Spencers startet stark ins Jahr
Für die Aktie von Marks & Spencers geht es im frühen Handel um 7 Prozent nach oben. Positiv werten die Analysten von Shore den Zwischenbericht. Dieser unterstreiche die Fortschritte bei den Marktanteilen und präsentiere besser als erwartete Umsätze im Bereich Bekleidung und robuste Margen. Das britische Einzelhandelsunternehmen entwickele sich sehr gut, was Shore dazu veranlasst, die Erwartungen für den Vorsteuergewinn im Geschäftsjahr 2024 um 9 Prozent auf 550 Millionen Pfund anzuheben. "Und wenn es weiter in die richtige Richtung geht, könnte bei weiter steigenden Notierungen eine Rückkehr in den FTSE 100 anstehen", so die Analysten.
Die Aktie von Adidas steigt um 1,7 Prozent gegen den Trend. Im Handel wird auf die guten Aussagen des japanischen Wettbewerbers Asics verwiesen. Die Aktie legt zu, nachdem der Sportschuhersteller den Ausblick für Umsatz und Gewinn hochgenommen hat.
Encavis wie erwartet schwach
Nach einem schwachen zweiten Quartal hat Encavis (-1,8%) den Ausblick bestätigt. Diesen zu erreichen setzt für die Analysten von Jefferies "normale Wetterbedingungen" voraus. Mit Blick zurück habe der Wind- und Solarparkbetreiber das erwartet schwache Quartal geliefert, das von einer Mischung aus rückläufigen Energiepreisen, schlechten Wetterbedingungen in den Kernmärkten und einem positiven Konsolidierungseffekt bei Stern Energy beeinflusst wurde. Thyssenkrupp Nucera profitieren von Kaufempfehlungen und legen um knapp 2 Prozent zu.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.300,75 -0,7% -29,48 +13,4%
Stoxx-50 3.954,84 -0,7% -26,11 +8,3%
DAX 15.815,74 -0,6% -88,51 +13,6%
MDAX 27.915,05 -0,4% -102,18 +11,1%
TecDAX 3.130,03 -0,6% -18,37 +7,2%
SDAX 13.178,42 -0,4% -58,80 +10,5%
FTSE 7.430,91 -1,0% -76,24 +0,7%
CAC 7.292,47 -0,8% -56,37 +12,7%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 2,68 +0,04 +0,11
US-Zehnjahresrendite 4,22 +0,03 +0,34
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:02 Uhr Mo, 17:03 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0922 +0,2% 1,0915 1,0908 +2,0%
EUR/JPY 159,16 +0,3% 158,81 158,57 +13,4%
EUR/CHF 0,9581 +0,0% 0,9577 0,9588 -3,2%
EUR/GBP 0,8603 +0,1% 0,8584 0,8613 -2,8%
USD/JPY 145,72 +0,1% 145,46 145,37 +11,1%
GBP/USD 1,2696 +0,1% 1,2708 1,2667 +5,0%
USD/CNH (Offshore) 7,3086 +0,4% 7,2980 7,2820 +5,5%
Bitcoin
BTC/USD 29.342,23 -0,1% 29.332,20 29.481,76 +76,8%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 82,19 82,51 -0,4% -0,32 +4,2%
Brent/ICE 86,05 86,21 -0,2% -0,16 +4,1%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 37,49 34,43 +8,9% +3,05 -56,5%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.903,77 1.908,30 -0,2% -4,53 +4,4%
Silber (Spot) 22,50 22,58 -0,3% -0,07 -6,1%
Platin (Spot) 896,03 906,50 -1,2% -10,48 -16,1%
Kupfer-Future 3,70 3,73 -0,7% -0,03 -3,0%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/raz
(END) Dow Jones Newswires
August 15, 2023 03:42 ET (07:42 GMT)
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