MÄRKTE EUROPA/Kurse kommen zurück - Conti ziehen an


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FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten kommen die Kurse am Dienstagmittag von den Tageshöchstständen klar zurück. Der DAX dreht 0,1 Prozent ins Minus auf 15.192 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stagniert. Ein Aufschwung wird von den Technologie-Werten verhindert. Ihr Stoxx-Branchenindex gibt um 1 Prozent nach. Dagegen sind Rohstoff-Aktien und Finanztitel gefragt. Im DAX steigen Conti um 3,4 Prozent. Wie das Handelsblatt berichtet, will Conti das Geschäft mit dem automatisierten Fahren selbständiger aufstellen. Zu den Optionen gehöre auch ein Börsengang der Einheit, so die Zeitung unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise.

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Ähnlich stark gefragt sind im DAX Deutsche Bank, die 3,3 Prozent gewinnen. Auf der anderen Seite fallen Hellofresh um 4,5 Prozent, Delivery Hero um 3,6 Prozent und Zalando um 3,1 Prozent. Wie es heißt, könnten sie unter dem Ende der Pandemie leiden.

Der TecDAX fällt um 0,8 Prozent. Das Einpreisen der globalen Zinswende werde noch viel Zeit brauchen, heißt es im Handel. Das Hochschießen der Inflation und extrem starke Wirtschaftsdaten wie der jüngste US-Arbeitsmarktbericht setzten die Notenbanken unter Druck, noch schneller das Ende der Nullzinspolitik einzuläuten. Mit Blick auf die Fed sind sich die Akteure sogar uneinig, ob sie die Zinsen im März um 25 oder gleich um 50 Basispunkte anheben werde. Die Bank of America geht mittlerweile sogar von sieben Zinserhöhungen im laufenden Jahr aus.

Der Sinneswandel der EZB angesichts der grassierenden Inflation hat derweil die Anleihemärkte der Peripherie wieder stärker in den Fokus gerückt. Hier richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf den italienischen Anleihemarkt. Dort sind die Renditen zuletzt stark gestiegen und liegen mit aktuell 1,85 Prozent für 10-jährige Papiere weit über der Rendite von 0,22 Prozent für vergleichbare Bundesanleihen.

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Inflation bestimmt die Kursrichtung

Der Blick auf Inflation und ihre Treiber bestimmt weiter das Geschäft. Die Rohstoffwerte sind mit 3 Prozent Plus klarer Tagesgewinner. Im Ölsektor treiben BP die Kurse und legen 1,1 Prozent zu. Der Ölkonzern hat einen massiven Gewinnsprung im Jahresgewinn vermeldet. Dank steigender Energiepreise war dies der höchste Gewinn in acht Jahren. Händler sehen dadurch jedoch politische Probleme auf den Konzern zukommen, denn besonders in Großbritannien führe die Preisexplosion schon zu einer Krise bei den Lebenshaltungskosten.

Um 0,9 Prozent tiefer geht es bei BNP Paribas nach Geschäftszahlen zum vierten Quartal. Hier lieferten die Details unterschiedliche Signale. Der Nettogewinn lag zwar über Erwartung, moniert werden von Analysten jedoch zu hohe Kosten. Allerdings nennt Jefferies die neuen Ziele bis 2025 wiederum über Erwarten. Die BNP will die eigene Profitabilität bis dahin deutlich steigern.

Hugo Boss erwartet bis 2025 mindestens eine Verdoppelung des Umsatzes. Boss hatte 2021 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro erzielt, die Schätzung von Jefferies für 2025 liegt zunächst noch bei knapp 4 Milliarden Euro. Trotzdem gibt der Kurs um 0,3 Prozent nach.

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Tui und Cancom nach Zahlen sehr schwach

Mit Tui geht es 3,3 Prozent tiefer nach Geschäftszahlen. Die Folgen der Corona-Krise werden immer mehr abgeschüttelt. Tui hat im ersten Geschäftsquartal seinen Umsatz verfünffacht und den Konzernverlust halbiert. Kritisiert wird jedoch das EBIT. Die Zahl der neuen Buchungen liegt aber über Vorkrisenniveau. Daher sollen Staatshilfen für rund 700 Millionen Euro zurückgezahlt werden.

Mit Cancom geht es um 6,3 Prozent nach unten. Die Zahlen sind nach Einschätzung des Handels im erwarteten Rahmen ausgefallen. Beim EBIT hatten einige auf etwas mehr gehofft. Auftragsbestand und Cash seien jedoch stark.

Sartorius fallen um 1,4 Prozent, obwohl die Jahresprognose erhöht wurde. Das Umsatzwachstum 2022 soll nun bei 15 bis 19 nach zuvor 14 bis 18 Prozent liegen. Allerdings wurde die operative Marge nur bestätigt. Daten zum Jahresverlauf hat auch Immobilienkonzern Hamborner Reit vorgelegt. Hier wird vor allem der deutliche Anstieg des Nettoinventarwerts von 9,6 Prozent gelobt. Die Titel gewinnen 0,8 Prozent.

AMS-Osram steigen in Wien um 2,7 Prozent. Das Unternehmen zeigte sich beim Ausblick auf erste Quartal wie erwartet vorsichtig.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.120,98 +0,0% 0,42 -4,1%

Stoxx-50 3.732,01 +0,1% 3,04 -2,3%

DAX 15.192,64 -0,1% -14,00 -4,4%

MDAX 33.148,05 +0,1% 22,68 -5,6%

TecDAX 3.375,33 -1,1% -38,44 -13,9%

SDAX 14.795,25 -0,6% -89,55 -9,9%

FTSE 7.581,16 +0,1% 7,69 +2,6%

CAC 7.034,06 +0,4% 24,81 -1,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite 0,22 -0,00 +0,40

US-Zehnjahresrendite 1,94 +0,02 +0,43

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21 Uhr Mo, 17:01 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1428 -0,1% 1,1408 1,1450 +0,5%

EUR/JPY 131,78 +0,1% 131,76 131,71 +0,7%

EUR/CHF 1,0550 -0,1% 1,0561 1,0569 +1,7%

EUR/GBP 0,8433 -0,2% 0,8439 0,8459 +0,4%

USD/JPY 115,32 +0,2% 115,51 115,04 +0,2%

GBP/USD 1,3550 +0,1% 1,3521 1,3534 +0,1%

USD/CNH (Offshore) 6,3726 +0,2% 6,3704 6,3642 +0,3%

Bitcoin

BTC/USD 43.862,79 -0,5% 44.897,59 43.930,10 -5,1%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 89,64 91,32 -1,8% -1,68 +19,7%

Brent/ICE 90,65 92,69 -2,2% -2,04 +16,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.817,97 1.820,49 -0,1% -2,52 -0,6%

Silber (Spot) 22,86 23,01 -0,7% -0,15 -1,9%

Platin (Spot) 1.010,00 1.024,55 -1,4% -14,55 +4,1%

Kupfer-Future 4,41 4,46 -1,2% -0,06 -1,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 08, 2022 06:31 ET (11:31 GMT)

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DatumRatingAnalyst
06.07.26 Continental Buy Jefferies & Company Inc.
06.07.26 Continental Market-Perform Bernstein Research
06.07.26 Continental Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.07.26 Continental Buy UBS AG
02.07.26 Continental Buy Deutsche Bank AG