MÄRKTE USA/Mit Zinssorgen weiter abwärts - S&P-500 auf Jahrestief


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NEW YORK (Dow Jones)--Die Aussicht auf weitere kräftige Zinserhöhungen sorgt auch am Dienstag für Abgaben an der Wall Street. Es deutet sich damit das fünfte Tagesminus in Folge an. Der Dow-Jones-Index verliert kurz nach der Eröffnung 0,3 Prozent auf 29.122 Punkte. Der S&P-500 fällt um 0,7 Prozent und hat bei 3.583 Punkten ein neues Jahrestief markiert. Der Nasdaq-Composite büßt 0,8 Prozent ein.

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Belastend wirkt vor allem der anhaltende Anstieg der Rendite 10-jähriger US-Anleihen, die aktuell bei 3,93 Prozent notieren, jedoch wurde zwischenzeitlich auch fast die Marke von 4,00 Prozent erreicht. Damit gewinnen Anleihen gegenüber Aktien immer mehr an Attraktivität.

Die Risikobereitschaft wird vor allem gedämpft von der Aussicht auf länger steigende Zinsen zur Eindämmung der Inflation, wie es auch immer wieder aus den Kreisen der US-Notenbank signalisiert wird - ungeachtet der damit steigenden Rezessionsgefahren. Am Zinsterminmarkt liegt die Wahrscheinlichkeit für den nächsten großen 75-Basispunkte-Zinsschritt beim nächsten Fed-Zinstreffen am 2. November bei 78 Prozent.

"Weil die 10-jährige Rendite heute Morgen wieder bei 4 Prozent lag, gehen wir davon aus, dass der Druck auf die US-Aktien anhalten wird. Außerdem glauben wir, dass die in dieser Woche beginnende Berichtssaison für das dritte Quartal sinkende Gewinnerwartungen und enttäuschende Ausblicke bringen wird", sagt Peter Ganry, Aktienstratege bei der Saxo Bank. Der Markt müsse sich nun zunächst mit den Erzeugerpreisen am Mittwoch und den Verbraucherpreisen am Donnerstag auseinandersetzen, weil diese neue Erkenntnisse über den Kurs der Fed bringen könnten.

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Dollar etwas leichter - Ölpreise fallen weiter

Der Dollar gibt einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab, der Dollar-Index verliert 0,1 Prozent. Der Greenback sollte weiter zulegen, da es immer noch wenig Anzeichen dafür gebe, dass die US-Notenbank in diesem Jahr von ihrem aggressiven Zinserhöhungszyklus abrücken werde, merkt die ING an. Ein Umschwenken der Fed sei frühestens im ersten Quartal 2023 zu erwarten, so die Analysten. Die Fed dürfte die Straffung der Geldpolitik bis in eine Rezession hinein fortsetzen und die Zinssätze bis Anfang nächsten Jahres auf 4,25 bis 4,50 Prozent anheben, was den Dollar stabil halten dürfte.

Für die Ölpreise geht es erneut abwärts. Brent und WTI verlieren bis zu 1,8 Prozent. Grund seien anhaltende Nachfragesorgen, durch die verschärften Covid-Beschränkungen in China und die anhaltende Stärke des Dollar, heißt es. Nachdem die Ölpreise in der vergangenen Woche durch die beschlossene Fördermengenkürzung der Gruppe Opec+ Auftrieb erhalten hatten, haben sie nun etwa die Hälfte ihrer Gewinne wieder abgegeben, da die Aufmerksamkeit auf eine potenziell schwächere Nachfrage gerichtet ist, wie ein Teilnehmer sagt. Auch der starke US-Dollar, der in Dollar denominiertes Öl für ausländische Käufer teurer macht, könnte die Nachfrage untergraben.

Der Goldpreis zeigt sich kaum verändert, gestützt vom nachgebenden Dollar. Der Markt warte auf die neuen Inflationsdaten in dieser Woche, die Aufschluss über das weitere Zinserhöhungstemppo der Fed geben könnten, heißt es.

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Bio-Rad Laboratories mit möglichem Qiagen-Gebot im Fokus

Die Aktie von Bio-Rad Laboratories verliert weitere 0,9 Prozent, nachdem sie bereits am Vortag gehörig unter Druck geraten war. Wie das Wall Street Journal unter Verweis auf informierte Personen berichtete, soll das US-Unternehmen Gespräche über eine Fusion mit dem deutschen Unternehmen Qiagen führen. Die Transaktion soll demnach einen Wert von mehr als 10 Milliarden Dollar haben.

Die US-Fluggesellschaft Delta (-0,6%) setzt auf ein Flugtaxi-Start-up, das Passagiere zum Flughafen bringen soll. Der Konzern kündigte an, 60 Millionen US-Dollar in Joby Aviation zu investieren. Das Unternehmen soll seine Dienste perspektivisch in New York und Los Angeles anbieten.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 29.121,54 -0,3% -81,34 -19,9%

S&P-500 3.585,92 -0,7% -26,47 -24,8%

Nasdaq-Comp. 10.456,87 -0,8% -85,24 -33,2%

Nasdaq-100 10.838,86 -0,8% -88,11 -33,6%

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 4,31 0 4,31 357,8

5 Jahre 4,15 +0,3 4,15 289,3

7 Jahre 4,07 +3,5 4,03 262,6

10 Jahre 3,93 +4,0 3,89 241,8

30 Jahre 3,92 +7,6 3,84 201,9

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 11:08 Mo, 17:01 % YTD

EUR/USD 0,9709 +0,1% 0,9709 0,9701 -14,6%

EUR/JPY 141,42 +0,0% 141,42 141,39 +8,1%

EUR/CHF 0,9688 -0,1% 0,9699 1,0002 -6,6%

EUR/GBP 0,8772 -0,0% 0,8782 0,8779 +4,4%

USD/JPY 145,70 -0,0% 145,69 145,74 +26,6%

GBP/USD 1,1068 +0,1% 1,1059 1,1052 -18,2%

USD/CNH (Offshore) 7,1711 +0,2% 7,1870 7,1625 +12,9%

Bitcoin

BTC/USD 19.082,03 -0,8% 19.095,62 19.244,48 -58,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 89,48 91,13 -1,8% -1,65 +27,1%

Brent/ICE 94,45 96,19 -1,8% -1,74 +28,4%

GAS VT-Settlem. +/- EUR

Dutch TTF 163,20 154,12 +5,9% +9,08 +145,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.668,91 1.668,50 +0,0% +0,41 -8,8%

Silber (Spot) 19,43 19,68 -1,2% -0,24 -16,6%

Platin (Spot) 892,00 899,45 -0,8% -7,45 -8,1%

Kupfer-Future 3,45 3,45 +0,1% +0,00 -22,0%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

October 11, 2022 09:50 ET (13:50 GMT)

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DatumRatingAnalyst
30.09.19 Delta Air Lines Outperform Bernstein Research
11.07.19 Delta Air Lines Outperform Cowen and Company, LLC
10.07.19 Delta Air Lines In-line Imperial Capital
11.04.19 Delta Air Lines In-line Imperial Capital
03.04.19 Delta Air Lines In-line Imperial Capital