MÄRKTE USA/Wall Street gibt nach schwachen Daten Gewinne ab


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NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street gibt bis zum Dienstagmittag (Ortszeit) anfängliche Gewinne wieder vollständig ab. Anleger zeigen sich im Zwiespalt zwischen Hoffen und Bangen: Einerseits die Hoffnung, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bald weiter gelockert werden können und die Wirtschaft wieder hochgefahren werden kann, zum anderen die Angst vor den rezessiven Auswirkungen der Krise auf die Weltwirtschaft. Zwar lockern weitere US-Bundesstaaten ihre Einschränkungen, doch zeigen schwache Daten das Ausmaß der Rezession überdeutlich und belasten die Wall Street. Denn die Stimmung unter US-Verbrauchern hat sich im April noch deutlicher also ohnehin befürchtet eingetrübt. Der Rückgang in der aktuellen Lagebeurteilung ist der stärkste jemals verzeichnete.

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Bis zum Mittag US-Ostküstenzeit stagniert der Dow-Jones-Index bei 24.139 Punkten, S&P-500 und Nasdaq-Composite verlieren 0,2 bzw. 0,9 Prozent. Derweil hält die auf vollen Touren laufende Berichtssaison einige positive Überraschungen parat. Das Hauptaugenmerk liege auf den großen Internet- und Technologiekonzernen, die in der Woche mit Geschäftszahlen aufwarten werden - Alphabet machen dabei Dienstagabend nach der Schlussglocke den Anfang. "Der Markt wird prüfen, ob diese Gesellschaften wirklich so immun und defensiv aufgestellt sind, wie der Markt das augenscheinlich aktuell zu glauben scheint. Ich denke nicht, dass ihr digitales Geschäft sie immun gegenüber potenziell zusammengestrichenen Werbebudgets macht", warnt Marktstratege Mike Bell von JP Morgan Asset Management vor zu viel Optimismus.

Ford und 3M fester - Pfizer und Merck schwächer

Aktuell ist es die "old Economy", die die Akzente setzt. So steigen Pepsico um 1,1 Prozent. Der Getränkeanbieter hat seinen Umsatz in den zwölf Wochen per 21. März 2020 organisch um 7,9 Prozent gesteigert. Die kassierte Jahresprognose verzeihen Anleger. Ford springen um 4,1 Prozent nach oben. Der Autobauer will am 4. Mai die Produktion in den meisten europäischen Werken wieder anfahren.

3M legen um 2 Prozent zu. Der Mischkonzern hat im ersten Quartal mehr umgesetzt und verdient als am Markt erwartet. Angesichts der Unsicherheiten im Zuge der Corona-Pandemie zieht auch dieses Unternehmen seinen Ausblick 2020 zurück. Zudem wird das Aktienrückkaufprogramm ausgesetzt und die Investitionen werden gekürzt.

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Die Pfizer-Aktie sinkt um 1,3 Prozent. Der Pharmakonzern hat in der ersten Periode wegen der Coronakrise einen Umsatzrückgang verbucht. Auch der Gewinn ging zurück. Pfizer bestätigte den Ausblick, will aber mehr Geld für Forschung und Entwicklung zur Bekämpfung des Coronavirus ausgeben. Die Wettbewerberpapiere der Merck & Co geben gar 3,5 Prozent nach, nachdem der Konzern wegen der Pandemie seine Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr gesenkt hat. Negative Auswirkungen werden vor allem im zweiten Quartal erwartet.

Für die Titel des Baumaschinenherstellers Caterpillar geht es um 0,1 Prozent leicht abwärts. Der US-Baumaschinenhersteller hat in den ersten drei Monaten 2020 weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Neben den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie spürte der Konzern auch ein geringeres Verkaufsvolumen wegen der verhaltenen Endkundennachfrage und veränderter Lagerbestände. Wegen der anhalten Unsicherheiten will der Konzern keine Jahresprognose ausgeben.

UPS liegen dagegen 5 Prozent zurück. Der Paketdienstleister will dieses Jahr rund 1 Milliarde US-Dollar weniger investieren als ursprünglich geplant. Außerdem sollen die Aktienrückkäufe für den Rest des Jahres ausgesetzt werden. Einen Umsatz- und Ergebnisausblick für 2020 werde es nicht geben. Übel nehmen Anleger, dass bei deutlich gestiegenen Umsätzen der Gewinn sank.

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Boeing rücken um 0,4 Prozent vor und büßen den Löwenanteil temporär höherer Gewinne wieder ein. Der Flugzeugbauer will die Produktion in seinem Werk in South Carolina wieder aufnehmen. Dort wird der 787 Dreamliner gebaut. F5 Networks springen um 7,4 Prozent empor, der Computernetzwerker profitierte von der Heimarbeit.

WTI fällt auf tiefsten Stand seit 1986

Der Erdölmarkt zeigt sich uneinheitlich. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI im marktrelevanten Juni-Kontrakt fällt um 4,2 Prozent auf 12,24 Dollar - das Tagestief liegt bei 10,07 Dollar. Zwischenzeitlich ist der WTI-Preis damit auf den tiefsten Stand seit 1986 gefallen. Der Preis für die europäische Referenzsorte Brent steigt hingegen um 0,3 Prozent auf 20,05 Dollar. Weiter drückt die eingebrochene Ölnachfrage im Zuge der Coronavirus-Pandemie und die herrschenden Überkapazitäten auf die Notierungen. Das Wiederhochfahren der einzelnen Volkswirtschaften dürfte zudem ein langsamer Prozess werden. Selbst die Schlagzeilen über eine Bombe auf einen Öltanker in Syrien stützt den Rohölpreis kaum.

Am US-Rentenmarkt steigen die Notierungen. Die US-Notenbank kauft derzeit in nie gekanntem Tempo Wertpapiere am Markt. Mit Spannungen schauen Anleger daher auf die Beschlüsse der Notenbanksitzung, die am Mittwochabend verkündet werden. Die derzeitigen unbefristeten Käufe belaufen sich bisher auf mehr als 1,7 Billionen Dollar. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt um 4,8 Basispunkte auf 0,61 Prozent.

Mit den fallenden Erdölpreisen gerät auch der Goldpreis wieder unter Druck. Die Feinunze verbilligt sich um 0,6 Prozent nach auf 1.705 Dollar. Sinkende Preise für Öl und Energie dämpfen die Inflation und machen das Edelmetall als Schutz vor Geldentwertung weniger attraktiv. Am Devisenmarkt tut sich derweil wenig, der Dollar erholt sich zum Euro fast auf das Niveau des Vorabends.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 24.138,96 0,02 5,18 -15,42

S&P-500 2.873,05 -0,19 -5,43 -11,07

Nasdaq-Comp. 8.649,80 -0,92 -80,37 -3,60

Nasdaq-100 8.725,23 -1,27 -112,43 -0,09

US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,18 -2,8 0,21 -102,3

5 Jahre 0,36 -3,7 0,40 -156,5

7 Jahre 0,52 -4,7 0,57 -172,7

10 Jahre 0,61 -4,8 0,66 -183,1

30 Jahre 1,21 -5,5 1,26 -186,2

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:03 Mo, 17:39 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0831 -0,00% 1,0825 1,0835 -3,4%

EUR/JPY 115,75 -0,36% 116,03 116,12 -5,1%

EUR/CHF 1,0557 -0,06% 1,0562 1,0571 -2,8%

EUR/GBP 0,8718 +0,02% 0,8714 0,8723 +3,0%

USD/JPY 106,88 -0,35% 107,19 107,19 -1,8%

GBP/USD 1,2423 -0,03% 1,2423 1,2422 -6,3%

USD/CNH (Offshore) 7,0847 -0,12% 7,0924 7,0931 +1,7%

Bitcoin

BTC/USD 7.737,01 +0,05% 7.703,51 7.686,76 +7,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 12,11 12,78 -5,2% -0,67 -79,6%

Brent/ICE 20,06 19,99 +0,4% 0,07 -68,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.705,34 1.715,55 -0,6% -10,22 +12,4%

Silber (Spot) 15,07 15,30 -1,5% -0,23 -15,6%

Platin (Spot) 773,55 765,20 +1,1% +8,35 -19,8%

Kupfer-Future 2,35 2,35 -0,0% -0,00 -16,3%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/err

(END) Dow Jones Newswires

April 28, 2020 12:57 ET (16:57 GMT)

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Pfizer Buy Jefferies & Company Inc.
23.06.26 Pfizer Neutral UBS AG
23.06.26 Pfizer Neutral JP Morgan Chase & Co.
23.06.26 Pfizer Buy Jefferies & Company Inc.
01.06.26 Pfizer Buy Jefferies & Company Inc.