MÄRKTE USA/Wall Street grenzt Verluste etwas ein
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NEW YORK (Dow Jones)--Zum Halbjahresende zeigt sich die Wall Street am Donnerstagmittag (Ortszeit) mit Abschlägen. Die anhaltenden Ängste vor weiteren Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und das sich daraus ergebende Risiko einer Rezession haben den Markt weiter fest im Griff. Daneben sorgen auch die veröffentlichten US-Konjunkturdaten für keine Entspannung. Zudem dürften verstärkte Umschichtungen zum Halbjahres- und Quartalsende das Sentiment belasten, heißt es. Der Dow-Jones-Index verliert 0,8 Prozent auf 30.774 Punkte, nach einem Tagestief bei 30.432 Punkten. Der S&P-500 fällt um 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite büßt 1,0 Prozent ein.
Im Blick stehen vor allem wichtige Teuerungsdaten. Der PCE-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben ist in der Kernrate auf Jahresbasis etwas niedriger ausgefallen als noch im Vormonat. Auf Monatsbasis hat er allerdings in der Nichtkernrate deutlich zugelegt. Die gemischt ausgefallenen Daten werden genau beobachtet werden, da dieser PCE-Preisindex der bevorzugte Inflationsindikator der Fed ist.
Für eine Enttäuschung sorgt der Chicagoer Einkaufsmanagerindex. Dieser ist im Juni etwas stärker gefallen als erwartet. "Wenn heute alles unverändert bleibt, werden wir [das erste Halbjahr] mit der schlechtesten ersten Hälfte des S&P-500 seit 1970 abschließen, was die Gesamtrendite angeht", sagt Henry Allen, Analyst bei der Deutschen Bank. "Ein wesentlicher Grund dafür ist die Befürchtung der Anleger, dass die laufenden Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation in eine Rezession münden könnten", so Allen.
"Ich glaube nicht, dass sich Aktien erholen werden, solange der US-Zinsmarkt keine bedeutenden Zinssenkungen der Fed einpreist", so Stephen Innes von SPI Asset Management. "Die Zinserwartung der Fed ist in den vergangenen Wochen zurückgegangen - von einem Höchststand von 4 Prozent auf etwa 3,50 Prozent. Aber das ist eine Menge Zinserhöhungsrisiko, das der Markt verdauen muss", so der Teilnehmer weiter.
Dollar und Anleihen fest
Der Dollar gibt seine zwischenzeitlichen Gewinne mit den Preisdaten wieder ab. Aktuell fällt der Dollar-Index um 0,2 Prozent. Der Dollar könnte in nächster Zeit fest bleiben, da die Fed die Zinssätze deutlich anhebt, aber es ist unwahrscheinlich, dass dies von Dauer ist, heißt es von Indosuez Wealth Management. Die Dollar-Stärke dürfte so lange anhalten, bis die Inflation in den USA ihren Höhepunkt erreicht oder bis die Fed ihre Haltung ändert, wobei die Möglichkeit einer Rezession in Betracht gezogen wird, so die Analysten.
Anleihen sind im Gegensatz zu Aktien gesucht. Die Zehnjahresrendite fällt um 8,7 Basispunkte auf 3,01 Prozent. Auch hier achten die Anleger vor allem auf den Rückgang des PCE-Preisindex in der Kernrate auf Jahresbasis.
Die Ölpreise bewegen sich weiter nach unten. Hier geht es um bis zu 2,8 Prozent bergab. Am Vortag hatten die wöchentlichen US-Lagerdaten gezeigt, dass die Benzinnachfrage nicht gestiegen sondern gesunken ist. Der Markt sieht zudem den anstehenden Besuch von US-Präsident Joe Biden in Saudi-Arabien als einen möglichen Plan Washingtons, die Saudis davon zu überzeugen, mehr Öl zu fördern, obwohl die US-Regierung darauf besteht, dass es bei dem Treffen nicht dieses Thema geht.
Walgreens leichter
Walgreens Boots Alliance (-4,6%) hat zwar die Prognosen übertroffen. Doch das reicht nicht für ein Kursplus, zumal der Gewinn deutlich gegenüber dem Vorjahr zurückging. Mit dem Aktienkurs von Universal Health Services geht es um 5,2 Prozent nach unten, nachdem der Betreiber von Kliniken seine Ergebnisprognose für das zweite Quartal gesenkt hat.
Die Kooperationspartner bei Corona-Impfstoffen, Pfizer und Biontech, haben mit der US-Regierung eine Abmachung zur Lieferung von 105 Millionen Impfdosen für 3,2 Milliarden Dollar getroffen. Zudem erhält die Regierung die Option zur Lieferung weiterer Dosen. Pfizer gewinnen 1,4 Prozent, Biontech steigen um 6,1 Prozent.
Der Ölkonzern Exxon Mobil verkauft sein kanadisches Schiefergasgeschäft für rund 1,5 Milliarden Dollar an den kanadischen Konkurrenten Whitecap Resources. Damit zieht sich der Ölriese aus Regionen zurück, die reich an Erdgas sind, aber relativ abgelegen, und in denen Pipelines und andere Infrastruktur fehlen. Der Kurs gibt um 2,6 Prozent nach.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 30.773,75 -0,8% -255,56 -15,3%
S&P-500 3.790,22 -0,7% -28,61 -20,5%
Nasdaq-Comp. 11.063,71 -1,0% -114,19 -29,3%
Nasdaq-100 11.547,08 -1,0% -111,18 -29,3%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,97 -7,7 3,05 224,2
5 Jahre 3,06 -8,5 3,14 180,0
7 Jahre 3,08 -8,5 3,16 163,9
10 Jahre 3,01 -8,7 3,09 149,7
30 Jahre 3,14 -8,1 3,22 123,7
DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:26 Mi, 17:13 % YTD
EUR/USD 1,0474 +0,3% 1,0464 1,0476 -7,9%
EUR/JPY 142,14 -0,3% 142,57 143,16 +8,6%
EUR/CHF 1,0000 +0,3% 0,9988 0,9992 -3,6%
EUR/GBP 0,8608 -0,1% 0,8602 0,8639 +2,4%
USD/JPY 135,71 -0,6% 136,24 136,65 +17,9%
GBP/USD 1,2169 +0,4% 1,2165 1,2125 -10,1%
USD/CNH (Offshore) 6,6956 -0,2% 6,6982 6,7016 +5,4%
Bitcoin
BTC/USD 19.137,31 -5,6% 19.912,26 20.033,49 -58,6%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 106,61 109,78 -2,9% -3,17 +47,7%
Brent/ICE 115,11 116,26 -1,0% -1,15 +52,6%
GAS VT-Schluss +/- EUR
Dutch TTF 145,25 141,00 +3,6% 5,07 +51,9%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.812,51 1.817,70 -0,3% -5,19 -0,9%
Silber (Spot) 20,42 20,73 -1,5% -0,31 -12,4%
Platin (Spot) 906,80 920,28 -1,5% -13,48 -6,6%
Kupfer-Future 3,71 3,78 -1,7% -0,06 -16,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/raz
(END) Dow Jones Newswires
June 30, 2022 11:58 ET (15:58 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 01.06.26 | BioNTech (ADRs) Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 27.05.26 | BioNTech (ADRs) Buy | UBS AG | |
| 12.05.26 | BioNTech (ADRs) Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 13.04.26 | BioNTech (ADRs) Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 25.03.26 | BioNTech (ADRs) Buy | Jefferies & Company Inc. |