MÄRKTE USA/Wall Street knapp im Minus erwartet


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NEW YORK (Dow Jones)--Nach den Gewinnmitnahmen des Vortages dürfte an der Wall Street am Donnerstag zunächst nicht viel passieren. Während der Aktienterminmarkt auf einen knapp behaupteten Handelsbeginn hindeutet, dürften die Technologiewerte nach ihrer ausgeprägten Vortagesschwäche noch etwas weiter einbüßen - allerdings ohne den besonderen Abgabedruck, als Klagen gegen die Internetriesen wegen Marktmachtmissbrauch deutlich drückten.

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Mit großer Gelassenheit werden die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Kenntnis genommen. Das beschlossene Maßnahmenpaket bewegt sich im Rahmen der Erwartungen, daher sehen Händler wenig Anpassungsbedarf bei Anlegern. Die nächsten Impulse könnten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten setzen, die noch vor Börsenbeginn veröffentlicht werden.

In den USA ruhen die Markthoffnungen weiter auf dem Zustandekommen eines Konjunkturpaketes. Ein überparteilicher Vorschlag wird weiter diskutiert und scheint mehrheitsfähig im Kongress zu werden. "Sollte dieser Kompromiss durchgehen, dürften auch die Impfstoffhoffnungen die Stimmung weiter verbessern", sagt Investmentstratege Fahad Kamal von Kleinwort Hambros.

Händler bringen es auf einen einfachen Nenner: Je stärker die Corona-Krise in den USA wütet und weitere Lockdowns erzwingt, desto höher der Druck auf die Politik, sich auf Wirtschaftshilfen zu verständigen. Und hier wächst der Druck, denn die Corona-Pandemie fordert immer mehr Opfer in den USA. Von anderer Seite ist aber auch zu vernehmen, dass in Sachen Impfstoff und Konjunkturpaket schon sehr viel eingepreist sei.

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Börsengang von Airbnb großes Thema

Unter den Einzelwerten schauen Börsianer vor allem auf den Börsengang des Ferienwohnungsvermittlers Airbnb, dessen Aktie am Donnerstag erstmals gehandelt wird. Der Ausgabepreis von 68 Dollar liegt damit deutlich höher als die angepeilte Zielspanne von 56 bis 60 Dollar je Aktie. Ursprünglich lag die Zielspanne sogar nur bei 44 bis 50 Dollar. Die Emission, mit der Airbnb nun rund 3,7 Milliarden Dollar erlösen dürfte, bewertet das Unternehmen insgesamt mit etwa 47 Milliarden Dollar.

Die Starbucks-Aktie reagiert vorbörslich mit Aufschlägen von 3,3 Prozent auf zuversichtliche Aussagen des Unternehmens reagiert. Die Kaffeehauskette rechnet mit einem besseren Umsatzwachstum als zuvor. Der Einrichtungseinzelhändler RH hat Drittquartalszahlen ausgewiesen, die die Aktie um 0,8 Prozent nach oben bringen. So übertrafen Umsatz und Gewinn die Erwartungen der Experten.

Taubenhafte EZB belastet Euro nicht

Am Devisenmarkt steigt der Euro trotz der taubenhaft gestimmten EZB um 0,3 Prozent auf 1,2119 Dollar an. Händler bestätigen, dass die Maßnahmen so prognostiziert worden seien und daher die Gemeinschaftswährung nicht belasten. Sinkende Realzinsen am US-Rentenmarkt drückten dagegen auf den Dollar, heißt es im Handel. Die EZB wird das Volumen des PEPP-Kaufprogramms aufstocken und die Laufzeit verlängern. Auch wird es weitere Langfristtender geben. Der Einlagensatz wurde mit minus 0,50 Prozent bestätigt.

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Die Zurückhaltung am Aktienmarkt stützt die Rentennotierungen etwas. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sinkt im Gegenzug um 0,7 Basispunkte auf 0,93 Prozent. Der Goldpreis reagiert nicht auf die geldpolitischen Schritte der EZB - die Feinunze stagniert bei 1.839 Dollar.

Die Ölpreise ziehen mit den gestiegenen Hoffnungen auf ein baldiges Konjunkturpaket in den USA an. Sollte der US-Politik der Befreiungsschlag bei der Suche nach einem Konjunkturpaket gelingen, dürfte dies die Wachstumsperspektiven der USA und damit die Nachfrage nach Erdöl beflügeln, heißt es. Auch der schwache Dollar stützt. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI zieht um 1,5 Prozent auf 46,19 Dollar an, Nordseeöl der Sorte Brent verteuert sich um 1,6 Prozent auf 49,62 Dollar.

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US-Anleihen

Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD

2 Jahre 0,14 0,0 0,14 -105,7

5 Jahre 0,40 -0,5 0,40 -152,7

7 Jahre 0,66 -1,4 0,68 -158,4

10 Jahre 0,93 -1,2 0,94 -151,7

30 Jahre 1,67 -1,3 1,69 -139,3

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:30 Mi, 18:14 % YTD

EUR/USD 1,2112 +0,25% 1,2095 1,2071 +8,0%

EUR/JPY 126,51 +0,42% 126,38 125,99 +3,8%

EUR/CHF 1,0754 +0,08% 1,0753 1,0751 -0,9%

EUR/GBP 0,9111 +0,77% 0,9076 0,9022 +7,7%

USD/JPY 104,45 +0,16% 104,50 104,36 -4,0%

GBP/USD 1,3296 -0,48% 1,3325 1,3379 +0,3%

USD/CNH (Offshore) 6,5369 +0,07% 6,5367 6,5301 -6,2%

Bitcoin

BTC/USD 18.155,01 -2,16% 18.341,96 18.407,75 +151,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 46,20 45,52 +1,5% 0,68 -17,5%

Brent/ICE 49,67 48,86 +1,7% 0,81 -17,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.838,69 1.839,80 -0,1% -1,11 +21,2%

Silber (Spot) 24,03 23,98 +0,2% +0,05 +34,6%

Platin (Spot) 1.017,13 1.005,33 +1,2% +11,80 +5,4%

Kupfer-Future 3,52 3,51 +0,3% +0,01 +24,6%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 10, 2020 08:28 ET (13:28 GMT)

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