MÄRKTE USA/Wall Street mit Inflationsdaten im Minus erwartet
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NEW YORK (Dow Jones)--Nach der Stabilisierung der Wall Street nach einer mehrtägigen Talfahrt sorgen weiterhin hohe US-Inflationsdaten für einen Dämpfer am Mittwoch. Der Aktienterminmarkt dreht mit den Daten ins Minus und lässt auf eine schwache Eröffnung am Kassamarkt schließen. Zuvor hatten Berichte aus China gestützt, wonach sich das Pandemiegeschehen dort etwas entspanne. Damit könnten die scharfen Lockdowns möglicherweise bald gelockert werden, heißt es. Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung ist aber die Inflationsentwicklung.
Zwar hat der Inflationsdruck etwas nachgelassen, allerdings stiegen die US-Verbraucherpreise im April noch immer stärker als befürchtet. Ob nun wirklich der Höhepunkt der Inflation erreicht wurde, wie von Beobachtern im Vorfeld erhofft, bleibt offen. Die Stagflationssorgen steigen damit und dürften den Aktienmarkt belasten.
Dollar und Renditen mit Daten rauf
Der Dollar steigt mit der Aussicht auf eine forsche Gangart der geldpolitischen Straffungen, der Dollarindex dreht 0,1 Prozent ins Plus. Auch die US-Renditen drehen mit sinkenden Notierungen deutlich ins Plus. Auch hier setzen Marktakteure auf stärker steigende Leitzinsen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen springt wieder über die Marke von 3 Prozent.
Die Erdölpreise ziehen indes an. Sollten in China die Lockdowns gelockert oder gar aufgehoben werden, dürfte dies die Nachfrage beflügeln, heißt es im Handel. Die Volksrepublik verzeichnet den zweithöchsten Ölhunger der Welt. Und sollte der EU ein Embargo russischen Öls gelingen, wären russische Unternehmen gezwungen, die Förderung zu drosseln. Denn das Land könne nicht seine EU-Exporte komplett umlenken - dafür fehle die Infrastruktur. Daher dürfte sich das globale Angebot verknappen, heißt es weiter.
Der Goldpreis legt leicht zu, nachdem China-Daten zuvor deutlicher gestützt hatten. Unerwartet hohe Inflationsraten aus China hatten das Edelmetall beflügelt. Dort sind sowohl Erzeuger- wie auch Verbraucherpreise auf Jahressicht deutlicher als befürchtet gestiegen. Da die Notenbank in China aber eher über geldpolitische Lockerungen nachdenkt, war Gold als klassischer Inflationsschutz zunächst gefragt. Doch mit steigenden Marktzinsen in den USA kommt der Preis klar von den Tageshochs zurück.
Spieletitel im Fokus
Unter den Einzelaktien stehen unter anderem Aktien aus dem Spielesektor mit Geschäftsausweisen im Fokus. So steigen Electronic Arts (EA) vorbörslich um 3,4 Prozent. Zwar sind die Geschäftszahlen zum vierten Quartal wenig überzeugend ausgefallen und auch die Prognose liefert wenig Kaufargumente, Anleger konzentrieren sich aber auf die neuen Spiele, die EA bei der Zahlenvorlage ankündigte.
Roblox verlieren 0,7 Prozent, nachdem der Anbieter von Online-Spielen für das erste Quartal einen höheren Verlust ausgewiesen hat als von Analysten erwartet. Unity Software hat zwar mit den Erstquartalszahlen die Erwartungen getroffen, doch gab der Entwickler von Software für Videospiele eine enttäuschende Umsatzprognose ab. Der Kurs bricht um 22 Prozent ein.
Abseits der Spielebranche legte auch das Steuerberatungsunternehmen H&R Block Geschäftszahlen vor, die gut ankommen. Die Aktie gewinnt 2,2 Prozent. Dagegen reagiert die Aktie von Eastman Kodak mit einem Minus von 3,3 Prozent auf die Erstquartalszahlen des Unternehmens.
Der Kurs von Pixelworks gewinnt 3,6 Prozent, nachdem der Anbieter von Software und Halbleitern zur Video- und Pixel-Bearbeitung über den Verlauf des ersten Quartals berichtet hat. Als "stark" werden auch die Geschäftszahlen von Globalfoundries bezeichnet, deren Aktie um 0,5 Prozent zulegen.
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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,71 +9,5 2,61 197,9
5 Jahre 2,98 +6,2 2,91 171,7
7 Jahre 3,05 +5,9 2,99 160,8
10 Jahre 3,03 +3,6 2,99 151,8
30 Jahre 3,15 +2,2 3,13 125,2
DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:22 Di, 17:32 % YTD
EUR/USD 1,0519 -0,1% 1,0547 1,0534 -7,5%
EUR/JPY 137,47 +0,1% 137,41 137,25 +5,0%
EUR/CHF 1,0470 -0,2% 1,0485 1,0485 +0,9%
EUR/GBP 0,8558 +0,1% 0,8548 0,8564 +1,8%
USD/JPY 130,68 +0,2% 130,36 130,26 +13,5%
GBP/USD 1,2294 -0,2% 1,2340 1,2298 -9,2%
USD/CNH (Offshore) 6,7582 +0,2% 6,7485 6,7606 +6,4%
Bitcoin
BTC/USD 29.790,79 -1,5% 31.420,44 31.149,37 -35,6%
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 102,66 99,76 +2,9% 2,90 +39,9%
Brent/ICE 105,14 102,46 +2,6% 2,68 +38,4%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.839,38 1.838,46 +0,1% +0,92 +0,5%
Silber (Spot) 21,50 21,27 +1,1% +0,23 -7,8%
Platin (Spot) 977,55 968,43 +0,9% +9,13 +0,7%
Kupfer-Future 4,19 4,15 +0,9% +0,04 -5,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/smh
(END) Dow Jones Newswires
May 11, 2022 09:04 ET (13:04 GMT)
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