MÄRKTE USA/Wall Street startet schwach - Fedex auf Talfahrt
NEW YORK (Dow Jones)--Deutlich im Minus starten die US-Börsen in den letzten Handelstag der Woche. Konjunktursorgen und die in der kommenden Woche anstehende Zinssitzung der US-Notenbank veranlassen die Anleger zum Rückzug aus dem Aktienmarkt. Die Volatilität dürfte verstärkt werden durch den Großen Verfalltermin am Berichtstag.
Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 1,3 Prozent. Mit dem S&P-500 geht es ebenfalls um 1,3 Prozent abwärts. Der Nasdaq-Composite gibt um 1,5 Prozent nach.
Angesichts der hartnäckig hohen Inflation in den USA erwartet die Mehrheit der Marktteilnehmer eine weitere Zinserhöhung der Fed um 75 Basispunkte. Doch auch ein Zinsschritt von 100 Basispunkten gilt als nicht völlig abwegig. Die Wahrscheinlichkeit dafür wird am Freitag mit 21 Prozent eingepreist, nach der Veröffentlichung der Verbraucherpreise am Dienstag waren es aber auch schon über 30 Prozent gewesen. Der Preisauftrieb hatte sich im August weniger stark verlangsamt als angenommen, was Hoffnungen auf ein Abflauen der Inflation und ein weniger harsches Vorgehen der Fed zerschlug. Gleichzeitig wuchs am Markt die Befürchtung, dass die Notenbank mit ihren Zinserhöhungen fortfahren werde, selbst wenn sich die Wirtschaft abkühle.
Nach der Flut von Konjunkturdaten am Donnerstag steht zum Wochenausklang nur der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung auf der Agenda. Ökonomen rechnen mit einer Erholung auf 60,0 Punkte von 58,2 Punkten im Vormonat.
Fedex-Warnung befeuert Rezessionssorgen
Rezessionsängste erhalten neue Nahrung durch eine Gewinnwarnung des Paketdienstes Fedex, dessen Aktie um 23 Prozent abstürzt. Das als Konjunkturbarometer geltende Unternehmen machte unter anderem die Energiekrise in Europa für wegfallende Umsätze verantwortlich. Im Sog von Fedex fallen UPS um 5 Prozent.
General Electric (-5,2%) leidet derweil immer noch unter Lieferkettenstörungen. Das dürfte sich im Drittquartalsergebnis niederschlagen, teilte CFO Carolina Dybeck Happe mit. Der Fahrdienstleister Uber (-6,5%) ist nach eigenen Angaben Opfer einer weitreichenden Cyberattacke geworden.
Die Zinserhöhungserwartungen treiben den Dollar. Für den Dollarindex geht es um 0,3 Prozent aufwärts. Der Euro notiert wieder unterhalb der Parität zur US-Währung. Auch die US-Anleiherenditen ziehen leicht an. Am Ölmarkt erholen sich die Preise etwas von dem Rücksetzer des Vortags.
===
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 30.571,22 -1,3% -390,60 -15,9%
S&P-500 3.851,13 -1,3% -50,22 -19,2%
Nasdaq-Comp. 11.373,97 -1,5% -178,39 -27,3%
Nasdaq-100 11.753,67 -1,5% -173,82 -28,0%
US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 3,91 +4,1 3,87 318,4
5 Jahre 3,67 -0,8 3,67 240,6
7 Jahre 3,59 +1,0 3,58 215,2
10 Jahre 3,48 +2,6 3,45 196,9
30 Jahre 3,52 +4,5 3,47 161,6
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:10 Do, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 0,9964 -0,3% 0,9983 0,9996 -12,4%
EUR/JPY 142,68 -0,5% 143,19 143,36 +9,0%
EUR/CHF 0,9591 -0,2% 0,9613 1,0417 -7,6%
EUR/GBP 0,8750 +0,4% 0,8719 0,8695 +4,1%
USD/JPY 143,19 -0,2% 143,56 143,42 +24,4%
GBP/USD 1,1384 -0,7% 1,1440 1,1495 -15,9%
USD/CNH (Offshore) 7,0274 +0,2% 7,0251 7,0085 +10,6%
Bitcoin
BTC/USD 19.697,10 -0,6% 19.780,25 19.706,99 -57,4%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 85,37 85,1 +0,3% +0,27 +20,3%
Brent/ICE 92,38 90,84 +1,7% +1,54 +24,9%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 191,76 214,28 -10,5% -22,52 +250,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.658,93 1.664,65 -0,3% -5,73 -9,3%
Silber (Spot) 18,98 19,25 -1,4% -0,27 -18,6%
Platin (Spot) 893,45 907,83 -1,6% -14,38 -7,9%
Kupfer-Future 3,49 3,51 -0,6% -0,02 -21,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln/err
(END) Dow Jones Newswires
September 16, 2022 09:43 ET (13:43 GMT)
Ausgewählte Hebelprodukte auf FedEx
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf FedEx
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen