Marc O. Schmidt-Kolumne

Taiwan Semiconductor: Illustrer Kundenkreis


Taiwan Semiconductor: Illustrer Kundenkreis

Die starke Nachfrage nach KI-Chips kommt ganz besonders dem Branchenriesen Taiwan Semiconductor Manufacturing Company TSMC (WKN: 909800 / ISIN: US8740391003) zugute.

Taiwan Semiconductor steht im Mittelpunkt

Der Hype rund um die Künstliche Intelligenz kennt derzeit keinen Halt. NVIDIA schaffte es auf diese Weise zeitweise zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufzusteigen und sogar Microsoft und Apple hinter sich zu lassen. Ein Grund ist der Umstand, dass die Nachfrage nach den im Bereich KI benötigten Grafikprozessoren immer weiter ansteigt.

Auch andere Halbleiterunternehmen profitieren von dem Trend. Doch sie alle, unabhängig davon, ob sie NVIDIA, AMD, Apple, Marvell oder Broadcom heißen, alle müssen sie ihre Chips irgendwo fertigen lassen. Und hier kommt mit Taiwan Semiconductor der weltweit größte Auftragsfertiger ins Spiel. Wie einträglich dieses Geschäft ist, zeigte sich im abgelaufenen Quartal.

TSMC bleibt über den Erwartungen

Zwischen Januar und März lagen die konzernweiten Umsatzerlöse bei etwa 592,64 New Taiwan Dollar (NTD). Zu diesem Zeitpunkt entsprach dies etwa 18,87 Mrd. US-Dollar und einem Anstieg um 12,9 Prozent. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 16,5 Prozent. Außerdem wurden die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten zuvor mit einem Wert von etwa 582,94 NTD.

Bei einem angenommenen Umrechnungskurs von 1 US-Dollar zu 32,3 NTD wurde für das gerade zu Ende gehende zweite Quartal ein Umsatz von 19,6 bis 20,4 Mrd. US-Dollar von Konzernseite prognostiziert. Im Fokus stand dabei eine anhaltend starke Nachfrage nach „branchenführenden“ 3-Nanometer- und 5-Nanometer-Halbleitertechnologien.

Noch mehr Potenzial

Bei Taiwan Semiconductor rechnet man sich auch weiterhin vor allem dank des KI-Booms einiges aus. Laut CEO C.C. Wei würden fast alle „KI-Innovatoren“ mit TSMC zusammenarbeiten, um „die unstillbare Nachfrage nach energieeffizienter Rechenleistung im Zusammenhang mit KI zu befriedigen.“

Laut Wei geht man bei Taiwan Semiconductor davon aus, dass sich der Umsatzbeitrag von Server-KI-Prozessoren in diesem Jahr mehr als verdoppeln wird. Entsprechend optimistisch sind auch viele Marktteilnehmer.

Mark Li, Analyst bei Bernstein, hat das Kursziel für TSMC von 150,00 auf 200,00 US-Dollar erhöht und stuft die Aktie weiterhin mit „Outperform“ ein. Der KI-Umsatz im Bereich Rechenzentren steige wie geplant. Zudem glaubt er, dass die KI im Geschäft rund um Smartphones für eine „positive Überraschung“ sorgen sollte.

Mein Fazit

In der Halbleiterindustrie kommt man an Taiwan Semiconductor kaum vorbei. Entsprechend gehört der Chips-Auftragsfertiger zu den großen Profiteuren des KI-Booms. Neue KI-fähige Smartphones sowie die Aussicht auf die nächste 2-Nanometer-Chip-Generation sorgen für weitere Wachstumsaussichten.

Wer gleich auf mehrere aussichtsreiche Vertreter der Halbleiterindustrie setzen möchte, kann einen Blick auf das Indexzertifikat auf den Chip Power Index (WKN: DA0ABM / ISIN: DE000DA0ABM7) werfen. Neben Taiwan Semiconductor sind in diesem Index auch die US-Branchengrößen wie NVIDIA, Intel, AMD, aber auch Infineon aus Deutschland vertreten.

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Bildquellen: Marc O. Schmidt

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