MARKT USA/Wenig verändert zwischen Hoffnung und Gewinnmitnahmen
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Bislang noch impulsarm zeigt sich das vorbörsliche Geschehen an der Wall Street am Gründonnerstag. Die Terminkontrakte auf die Aktienindizes tendieren wenig verändert. Die nach wie vor bestimmende Coronavirus-Krise liefert den Marktteilnehmern viele unterschiedliche Signale. So gibt es Anzeichen, dass sich die Ausbreitung des Virus in den am schlimmsten betroffenen Gebieten verlangsamen könnte. Zudem richten die Teilnehmer ihren Blick auf das zweite Halbjahr in der Hoffnung, dass sich dann eine schrittweise wirtschaftliche Erholung abzeichnen könnte. "Es gibt einen ersten Optimismus, dass wir ein Hoch bei der Ausbreitung des Coronavirus in den USA und Europa sehen", sagt Investmentstratege Eli Lee von der Bank of Singapore.
Am Karfreitag haben die Börsen in den USA und vielen anderen Ländern geschlossen. Daher könnte es zu Gewinnmitnahmen im Handelsverlauf kommen, um die Risiken vor dem mit Unsicherheiten gepflasterten langen Wochenende zu minimieren. Dies zumal die Wall Street am Mittwoch bereits deutliche Aufschläge erzielt hat und damit schon den aktuellen Optimismus über die weitere Entwicklung teilweise "abgearbeitet" hat. Angesichts der hohen Infizierten- und Totenzahlen und der massiven Stilllegungen kann die Stimmung aber jederzeit wieder kippen und Verkäufe können einsetzen, warnen Händler. Lee erinnert an die Gefahr einer zweiten Welle an Infektionen und dem damit einher gehenden ausgedehnten Herunterfahren des öffentlichen Lebens.
Aktien des Unterhaltungskonzerns Walt Disney dürften gekauft werden gestützt vom Erfolg des erst vor etwa fünf Monaten gestarteten Streamingdienstes. Das neue Angebot Disney+ habe seit dem Start im November schon mehr als 50 Millionen Abonnenten gewonnen, teilte Disney mit.
Spirit Airlines könnten ebenfalls zulegen. Die Fluggesellschaft hat das US-Verkehrsministerium (DOT) ersucht, die Bedingungen für die Staatshilfe zu lockern. Spirit bat das DOT, die Flugverbindungen zu 25 Städten einstellen zu dürfen, weil die Nachfrage aufgrund der Coronavirus-Krise stark zurückgegangen sei.
Starbucks werden im Minus erwartet. Die Kaffeehauskette hat nach vorläufigen Angaben wegen der Coronavirus-Krise im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinneinbruch um etwa die Hälfte verzeichnet und zog deshalb auch ihren Jahresausblick zurück.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/raz/ros
(END) Dow Jones Newswires
April 09, 2020 06:33 ET (10:33 GMT)
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