Marktführer Tchibo erhöht Mitte April die Kaffeepreise


HAMBURG (dpa-AFX) - Die Verbraucher in Deutschland werden bei ihrem liebsten Getränk tiefer in die Tasche greifen müssen. Marktführer Tchibo reagiert auf höhere Weltmarktpreise und steigende Kosten und passt die Preise für Röstkaffee an, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg ankündigte. "Im vergangenen Jahr sind viele Kosten weiter gestiegen, auch für Rohkaffee", hieß es. "Um unseren Kundinnen und Kunden weiterhin die gewohnt hohe Tchibo-Qualität zu bieten, müssen nun auch wir handeln. Wir haben lange gezögert", sagte Tchibo-Sprecher Arnd Liedtke. Zum 15. April sollen die Preise je nach Sorte und Herkunftsland zwischen 50 Cent und 1 Euro pro Pfund erhöht werden.

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Tchibo berichtet in aller Regel als einziger Anbieter über seine Preisgestaltung und gilt als Signalgeber in der Branche. Denn der Handelskonzern verkauft seine Produkte über eigene Filialen und Depots sowie online unmittelbar an Endverbraucher und kann deshalb auch seine Endpreise festlegen. Andere Kaffeeröster liefern ihre Produkte an den Lebensmittel-Einzelhandel, der seinerseits die Endpreise festlegt. Handelsunternehmen äußern sich allerdings ungern zu ihren Verkaufspreisen für Kaffee, und auch die Tchibo-Konkurrenz ist beim Thema Preise schmallippig.

Zuletzt hatte Tchibo im Februar 2022 die Kaffeepreise erhöht. Damals waren Kaffeebohnen der hierzulande besonders beliebten Sorte Arabica, die mehr als die Hälfte der internationalen Produktion ausmachen, auf ein Zehn-Jahres-Hoch gestiegen. Seitdem waren sie zwar zwischenzeitlich gefallen, ziehen seit Herbst vorigen Jahres aber wieder spürbar an. Für Februar berichtete die Internationale Kaffee-Organisation ICO in ihrem jüngsten Marktbericht einen durchschnittlichen Preis von knapp 182 US-Cent für Rohkaffee je US-Pfund (454 Gramm). Durchschnittlich lag dieser für die vergangenen zwölf Monate bei 167 US-Cent.

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