Mit Schweiß auf die Stirn

Wall Street: Alphabet wird nach guten Zahlen gefeiert - PayPal und Spotify enttäuschen


Wall Street: Alphabet wird nach guten Zahlen gefeiert - PayPal und Spotify enttäuschen

Mit ihren Quartalszahlen haben die US-Tech-Konzerne an der Börse teilweise extreme Kursreaktionen in beide Richtungen ausgelöst.

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von Wolfgang Ehrensberger, €uro am Sonntag

Während die Google-Mutter Alphabet und die Chipfirma AMD am Mittwoch mit starken Quartalszahlen glänzten und die Aktien deutlich im Plus lagen, büßten die Titel des Zahlungsdienstleisters PayPal und des schwedischen Musikstreamingdienstes Spotify nach Gewinnrückgängen und verfehlten Erwartungen deutlich ein. Der Facebook-Konzern Meta löste mit enttäuschenden Wachstumsaussichten einen Kurssturz von fast 20 Prozent aus - das entspricht einem Börsenwert von mehr als 200 Milliarden Dollar.

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Alphabet allerdings übertraf mit den Ergebnissen für das vierte Quartal die Erwartungen der Experten signifikant: Der Umsatz stieg im Weihnachtsquartal um ein Drittel und überwand erstmals knapp die Grenze von 75 Milliarden Dollar, der Quartalsgewinn kletterte um gut 30 Prozent auf den Rekordwert von 20,6 Milliarden Dollar. In der Pandemie stieg die Nachfrage nach internetbasierter Werbung demnach auf breiter Front an. Besonders gut entwickelte sich das Cloud-Geschäft. Der Umsatz wuchs hier um 45 Prozent.

Positiv wertete der Markt den geplanten Aktien­split im Verhältnis 20 : 1. Am 15. Juli erhalten Alphabet-Aktionäre demnach pro Anteilschein 19 weitere Papiere ins Depot gebucht. Der Schritt verbilligt die Aktie (derzeit nahe der 3000-Dollar-Marke) auf ein Zwanzigstel, also etwa knapp 150 Dollar. Privatanlegern eröffnet die künftig deutlich niedrigere Notiz bequemere Einstiegsmöglichkeiten.

Im Gegensatz zur Google-Mutter Alphabet sorgte PayPal bei Anlegern für Entsetzen. Der US-Zahlungsdienstleister hat im Schlussquartal 2021 den Gewinn auf 800 Millionen Dollar halbiert und die Erwartungen von Analysten deutlich verfehlt. Die Aktie brach um bis zu 25 Prozent ein. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zu, vor einem Jahr lag das Wachstum noch bei über 20 Prozent.

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PayPal zählte zu den Corona-Gewinnern und profitierte stark von Lockdowns und dem boomenden Onlinehandel. Nachdem viele Kunden zum klassischen Einzelhandel zurückkehren, tut sich das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Palo Alto schwer. Zudem belastet die Loslösung der Ex-Konzermutter Ebay von PayPal den Bezahldienst weiter. Auch der Geschäftsausblick für das laufende erste Quartal verhagelte den Anlegern die Stimmung (mehr zu US-Techs finden Sie in der aktuellen Ausgabe von €uro am Sonntag, Nr. 5/2022, auf Seite 42).









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Bildquellen: Richard Drew/AP

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12.02.21 PayPal Outperform Credit Suisse Group
25.06.20 PayPal buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
31.01.19 PayPal Outperform Oppenheimer & Co. Inc.
07.01.19 PayPal Overweight Barclays Capital
19.10.18 PayPal Outperform BMO Capital Markets