MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.160,47 -0,4 -14,91 4.175,38
Silber 61,80 -1,0 -0,60 62,40
Platin 1.634,10 -0,2 -3,87 1.637,97
Freitag, 3. Juli: Der Goldpreis setzte seine Aufwärtsbewegung nach dem schwachen US-Arbeitsmarktbericht fort. Der Preis für die Feinunze stieg um 1,1 Prozent auf 4.170 Dollar. Die Aussicht auf eine zeitlich verzögerte Zinserhöhung der US-Notenbank stützte das zinslose Edelmetall weiter, hieß es.
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 68,56 -0,2 -0,13 68,69
Brent/ICE 71,86 -0,4 -0,26 72,12
Freitag 3. Juli: Die Ölpreise zeigten sich nach den jüngsten Rückgängen stabilisiert. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent erhöhte sich um 0,5 Prozent auf rund 72 Dollar. "Die Erholung der Exporte aus dem Golf, zusammen mit den steigenden Mengen an iranischem Öl, die auf See gelagert werden, trägt weiterhin zum kurzfristigen Angebot bei", so Analyst Soojin Kim von MUFG. Risiken für das Angebot blieben jedoch bestehen, da wichtige Fragen zwischen den USA und dem Iran weiter ungelöst seien, einschließlich der zukünftigen Verwaltung der Straße von Hormus.
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HAUSHALT DEUTSCHLAND
Bundesfinanzminister Klingbeil (SPD) wird in den kommenden Jahren einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr neue Schulden machen als bisher geplant. Im Unterschied zu seinen Eckwerten von Ende April rechne Klingbeil für das kommende Jahr nun mit knapp 8 Milliarden Euro zusätzlichen Krediten im Kernhaushalt, schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf eine Kabinettsvorlage zum Haushalt 2027, die der Zeitung vorliege. Beim Bundesfinanzministerium war am Freitagabend kurzfristig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.
PORSCHE AG
Im Zuge seines Sanierungskurses baut der Sportwagenhersteller seinen Vertrieb um. So sollen nach Informationen des Handelsblatt die Vertriebsregionen Deutschland und Europa zusammengelegt werden. Die neue Einheit soll vom bisherigen Deutschland-Chef Robert Ader geführt werden. Europachefin Iryna Kauk verliert demnach ihre bisherige Funktion. Auch die Vertriebsregion "Übersee und Wachstumsmärkte" soll ihre Eigenständigkeit verlieren. Betroffen wäre deren Leiterin Christiane Zorn, die erst vor gut einem Jahr von Audi zu Porsche gewechselt war. Zudem soll die Hauptabteilung für Luxus- und Exklusivitätsprogramme neu organisiert werden. Deren Chefin Maryam Djavadi soll das Unternehmen verlassen. (Handelsblatt)
COMMERZBANK
Die Aktionäre der Commerzbank müssen bei einer Übernahme durch Unicredit mit deutlich niedrigeren Ausschüttungen rechnen. Ein Sprecher der italienischen Großbank sagte auf Anfrage, Restrukturierungskosten, IT-Investitionen und anstehende Sanierungen würden die Ausschüttungsquote des deutschen Instituts von derzeit 100 Prozent wohl drücken. (Börsen-Zeitung)
RHEINMETALL
Nach dem Aus für das Fregatten-Projekt F126 hat sich erstmals Armin Papperger zu Wort gemeldet, Chef des Rheinmetall-Konzerns, dem mit der Entscheidung ein milliardenschwerer Auftrag entgangen ist. "Das Aus für das F126-Projekt war ein Rückschlag für uns, von dem wir kalt erwischt wurden", sagte Papperger dem Spiegel. Zugleich verteidigte er Rheinmetalls Entscheidung zur Übernahme der Werftengruppe Naval Vessels Lürssen (NVL), die den Auftrag übernehmen sollte: "Dass Rheinmetall in den maritimen Bereich geht, war eine richtige Entscheidung, denn der Bedarf ist groß, nicht nur für die Bundeswehr", sagte er. (Spiegel)
KNORR-BREMSE
hat zum Halbjahreswechsel eine konzerninterne Umstrukturierung der Rail-Division umgesetzt. Dies geht aus einer Mitteilung der Kanzlei Hengeler Mueller hervor, die das Unternehmen beraten hat. Im Zuge der Umstrukturierung hat Knorr-Bremse den operativen Geschäftsbetrieb der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH mit den Business Units Brakes und Couplers und knapp 2.000 Beschäftigten auf eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft übertragen. Die übertragende Gesellschaft wurde in Knorr-Bremse Global Rail Holding umbenannt und soll künftig mit neuer Führungsstruktur als globale Führungsholding der Rail-Division der Knorr-Bremse Gruppe fungieren. Die Ausgliederung wurde zum Halbjahreswechsel vollzogen. Knorr-Bremse reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zu den Hintergründen der Umstrukturierung. (Börsen-Zeitung)
SIEMENS HEALTHINEERS
Siemens Healthineers will innerhalb von zwei Jahren die Voraussetzung geschaffen haben, sich von der Sparte Diagnostics zu trennen. "Wir bereiten aktuell den Carve-out vor, der gesamte Carve-out-Prozess dauert - über den Daumen gepeilt - rund 24 Monate. Dies ist also der früheste Zeitpunkt für eine Trennung", sagte Finanzvorstand Jochen Schmitz der Börsen-Zeitung. Einen Verkauf an strategische Investoren erwartet er nicht. Klassische Wettbewerber könnten aus kartellrechtlichen Gesichtspunkten nicht zuschlagen. "Für Life-Science-Spieler könnte es natürlich grundsätzlich interessant sein, in das klinische Segment zu expandieren. Allerdings dürfte das Finanzprofil von Diagnostics nicht so gut in das Konzept dieser Unternehmen hineinpassen", sagte er. "Als dritte strategische Gruppe gibt es Spezialanbieter in der Diagnostik, die an Produkten im Zentrallabor interessiert sind. Aber dafür ist Diagnostics wahrscheinlich zu groß." Auch Private-Equity-Gesellschaften seien ein möglicher Käufer. Gespräche führen das Unternehmen aktuell nicht. (Börsen-Zeitung)
THALES
Der Stopp des F126-Fregattenprogramm durch die Bundesregierung trifft auch den französischen Konzern. Dieser teilte mit, er müsse in ersten Jahreshälfte eine außerordentliche und weitgehend nicht zahlungswirksame Belastung von rund 450 Millionen Euro verbuchen. Diese Belastung entspreche den bereits bezahlten Kosten für das Projekt und werde den Nettogewinn in der ersten Jahreshälfte um etwa 350 Millionen Euro schmälern. Der Konzern kündigte an, eine Entschädigung für die im Rahmen des Projekts geleistete Arbeit einzufordern. Trotz des Ergebnisbelastung erklärte Thales, dass ihr Rüstungsgeschäft weiterhin von einer positiven Dynamik profitiere, und hob seine Ziele für den Auftragseingang und die Cash-Generierung im Jahr 2026 an.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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July 06, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)