Multinationale im Fokus

US-Dollar zieht an - und Analysten machen sich deshalb Sorgen um den Aktienmarkt


US-Dollar zieht an - und Analysten machen sich deshalb Sorgen um den Aktienmarkt

Seit Juli hat der US-Dollar wieder an Stärke gewonnen. Und dies in einem Maße, dass Analysten sehr besorgt über negative Auswirkungen auf den US-Aktienmarkt sind.

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• US-Dollar legt in den letzten Wochen zu
• Analysten sehen darin einen Gegenwind für den Aktienmarkt
• Schaden bei multinationalen Unternehmen

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Der U.S. Dollar Index (DXY), ein Maß für die Währung im Vergleich zu einem Korb von sechs wichtigen Konkurrenten, war im September 2022 zunächst auf ein 20-Jahres-Hoch geklettert, doch dann fiel er kräftig zurück. Seit Juli 2023, als die US-Fed letztmals ihre Geldpolitik straffte, legt der Greeenback nun aber wieder kräftig zu.

Gründe für die zeitweilige Dollarschwäche war die Hoffnung, dass die Fed aufgrund des kontinuierlich nachlassenden Inflationsdrucks ihren Zinserhöhungskurs beenden und womöglich sogar eine Zinswende einleiten wird. Dass der US-Dollar nun aber wieder anzieht, obwohl die US-Währungshüter seit Juli 2023 tatsächlich keine weiteren Zinserhöhungen beschlossen haben, dürfte damit zusammenhängen, dass die Teuerung trotz der Rückgänge weiterhin deutlich über der Fed-Zielmarke von zwei Prozent liegt. Vor diesem Hintergrund hat Notenbank-Chef Jerome Powell bei der September-Sitzung die Tür für weitere Zinserhöhungen offengehalten und die Entschlossenheit der Fed betont, die Inflation auf das Ziel-Niveau zu bringen. Dieser Ausblick kam bei Aktienanlegern nicht gut an, sie fliehen nun in den US-Dollar als sicheren Hafen.

Analysten läuten die Alarmglocken

Analysten beobachten die Dollar-Entwicklung der letzten zehn Wochen mit Sorge: "Seit Anfang August ist der USD (US-Dollar) über sein Durchschnittsniveau des zweiten Quartals gestiegen. Das bedeutet, dass der USD für Unternehmen von einem Rückenwind zu einem Gegenwind gewechselt ist... und das in zunehmendem Maße", zitiert "Marketwatch" aus einer Mitteilung von Andrew Greenebaum an Kunden der Investmentbank Jefferies vom 23. September. "Nachdem er zuvor einen erheblichen Gegenwind für die Gewinne von US-Multinationalen geschaffen hatte, war er in diesem Jahr ein Rückenwind. Aber das hat sich vor etwa 10 Wochen geändert", schrieb Greenebaum zur Dollar-Entwicklung.

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In dieser kurzen Zeit sei der DXY um rund vier Prozent geklettert, das sei mehr als nur eine Standardabweichung von der Norm. Solche Bewegungen hätten oft Auswirkungen auf die Fundamentaldaten von Unternehmen sowie die Vermögensallokation, warnte der Analyst.

Starker Dollar belastet Multinationale

Eine schnelle Stärkung des Greenback wird von Marktteilnehmern oft als Problem für große, US-Multinationale angesehen, also US-Unternehmen die auf direktinvestiver Basis grenzüberschreitend tätig sind. Dies hängt damit zusammen, dass ein stärkerer US-Dollar ihre Waren für ausländische Käufer verteuert, so dass sie letztlich weniger verkaufen. Außerdem werden ihre Einnahmen aus dem Ausland weniger wertvoll. Demgegenüber wird von kleineren US-Unternehmen meist erwartet, dass sie in Zeiten eines starken US-Dollars besser abzuschneiden, weil die meisten ihrer Einnahmen aus den USA stammen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Who is Danny / Shutterstock.com, inray27 / Shutterstock.com

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