OECD-Frühindikator deutet weiter auf schwächere Dynamik
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Wachstum im OECD-Raum dürfte in den nächsten sechs bis neun Monaten weiter an Schwung verlieren. Darauf deutet der Frühindikator der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hin. Wie die Organisation mitteilte, sank der Indikator im Juli um 0,22 Prozent auf 99,2 Punkte. Im Juni hatte der Index um 0,23 Prozent und im Mai um 0,24 Prozent nachgegeben.
"Aufgrund der historisch hohen Inflation, des geringen Verbrauchervertrauens und der rückläufigen Aktienkursindizes bleiben die Frühindikatoren unter dem Trend und lassen weiterhin einen Verlust der Wachstumsdynamik in den meisten großen OECD-Volkswirtschaften erwarten", erklärte die OECD.
Die Frühindikatoren der OECD dienen dazu, sehr früh Anzeichen für konjunkturelle Wenden festzustellen. Die OECD spricht davon, dass Wendepunkte relativ zum Trend sechs bis neun Monate vor der Änderung antizipiert werden sollen.
Der Frühindikator des Euroraums fiel im Juli um 0,26 Prozent auf 99,0 Punkte, Deutschlands Indikator verringerte sich um 0,33 Prozent auf 99,1 Punkte und der US-Indikator um 0,20 Prozent auf 99,0 Punkte. Japans Indikator sank um 0,03 Prozent auf 100,5 Punkte und Chinas um 0,08 Prozent auf 98,5 Punkte.