OECD-Frühindikator steigt zum dritten Mal in Folge
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Der von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erhobene Konjunkturfrühindikator ist im Juli zum dritten Mal in Folge gestiegen. Wie die OECD mitteilte, erhöhte er sich um 0,98 Prozent auf 98,0 Punkte, nachdem er im Juni bei 97,0 und im Mai bei 95,0 Punkten gelegen hatte. Im April hatte der Index wegen der Pandemie ein Tief von 93,3 Zählern verzeichnet.
"Die Frühindikatoren für Juli haben sich nach den Tiefstständen der Covid-19-Krise in allen großen Volkswirtschaften weiter verbessert, aber sie bleiben unter den langfristigen Trends und auf einem niedrigeren Niveau als vor dem Ausbruch der Covid-19-Krise", erklärte die OECD.
Der Frühindikator der OECD dient dazu, sehr früh Anzeichen für konjunkturelle Wenden festzustellen. Die OECD spricht davon, dass Wendepunkte relativ zum Trend sechs bis neun Monate vor der Änderung antizipiert werden sollen.
Angesichts der anhaltenden Ungewissheit über die Möglichkeit künftiger Einschränkungen sollten die Frühindikatoren mit Vorsicht interpretiert werden, mahnte die OECD vor dem Hintergrund der Pandemie allerdings. Wie immer sollte die Höhe des Index als Indikator für die Stärke des Signals und nicht als Maß für den Grad des Wachstums der wirtschaftlichen Aktivität betrachtet werden.
Der Frühindikator des Euroraums stieg im Juli um 0,64 Prozent auf 97,3 Punkte, Deutschlands Indikator erhöhte sich um 0,97 Prozent auf 98,8 Punkte und der US-Indikator um 1,54 Prozent auf 97,5 Punkte. Japans Indikator legte um 0,53 Prozent auf 98,7 Punkte zu und Chinas um 0,36 Prozent auf 97,9 Punkte.
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Link: https://www.oecd.org/sdd/leading-indicators/publicationsdocuments/newsrelease/#d.en.198621
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August 10, 2020 06:00 ET (10:00 GMT)