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BVR senkt Konjunkturprognose anlässlich des Irankriegs -

wachstumsstärkende Reformen wichtiger als kurzfristige Entlastungen

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Berlin (ots) - Angesichts des anhaltenden Irankriegs schraubt der Bundesverband

der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) seine Wachstumsprognose für

Deutschland herunter und hebt die Inflationserwartungen an, wie aus seinem heute

vorgelegten Konjunkturbericht hervorgeht. Seine Inflationsprognose erhöht der

BVR für das Jahr 2026 in Deutschland um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr 2,8

Prozent. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wird nur noch 0,8 Prozent

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betragen und damit 0,2 Prozentpunkte weniger als zuvor angenommen. Die Lage

bleibe angesichts der fragilen Waffenruhe, der vorläufig gescheiterten

Friedensverhandlungen und der von den USA angekündigten Blockade der Straße von

Hormus unsicher.

"Die heute von der Bundesregierung angekündigte Senkung der Spritpreis-Steuer

entlastet Bürger und Unternehmen von den derzeit sehr hohen Benzin- und

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Dieselpreisen. Es ist aber wichtig, dass diese Maßnahme wie angekündigt zeitlich

begrenzt bleibt, um die öffentlichen Haushalte nicht übermäßig zu belasten", so

BVR-Präsidentin Marija Kolak. Die Konjunktur in Deutschland werde durch den

anhaltenden Irankrieg erheblich belastet. Umso dringender sei es, dass die

Bundesregierung nun konkrete wachstumsstärkende Reformen in Gang setze wie

beispielsweise mit den heute angekündigten Vorschlägen zur künftigen

Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.

"Das Ziel, die Beitragssätze der Sozialversicherung zu stabilisieren, ist aber

nicht ambitioniert genug. Perspektivisch sollten die Beitragsätze wieder unter

die Marke von 40 Prozent gesenkt werden. Das hieße mehr netto vom brutto für

Arbeitende und wäre damit gleichzeitig eine Stärkung des privaten Verbrauchs und

eine spürbare Kostenentlastung für den Mittelstand", empfiehlt Kolak. Darüber

hinaus bleibe es dringlich, die bürokratischen Belastungen für den Mittelstand

zu verringern und die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Auch

sollte die Bundesregierung ein starkes Signal für wettbewerbsfähige Strompreise

aussenden, indem sie in der Energiepolitik stärker auf Marktwirtschaft setzt und

die Stromsteuer für alle Unternehmen auf das europäische Minimum senkt.

Weltwirtschaft erleidet Energie- und Angebotsschock

Dem aktuellen Konjunkturbericht des BVR zufolge stellt der Irankrieg für die

Weltwirtschaft einen erheblichen Energie- und Angebotsschock dar, dessen

Auswirkungen auch über ein mögliches Ende der militärischen Auseinandersetzungen

hinaus spürbar bleiben dürften. Auch an den Finanzmärkten zeigen sich die

Auswirkungen des Krieges: Aktienkurse gaben nach, während die Renditen von

Anleihen deutlich stiegen. Die Geldpolitik steht vor einem schwierigen

Balanceakt. Zinserhöhungen können die Ursachen des Energiepreisschocks nicht

beseitigen, könnten aber die Konjunktur zusätzlich schwächen. Gleichzeitig

bleibt es entscheidend, dass sich Inflationserwartungen nicht dauerhaft vom

Zielwert lösen.

Der aktuelle BVR-Konjunkturbericht steht heute ab 14:00 Uhr unter Publikationen

- Volkswirtschaft - BVR - Bundesverband der Deutschen Volksbanken und

Raiffeisenbanken (https://www.bvr.de/Publikationen/Volkswirtschaft) zum Download

bereit.

Pressekontakt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)

Melanie Schmergal, Abteilungsleiterin Kommunikation und

Öffentlichkeitsarbeit / Pressesprecherin

Telefon: (030) 20 21-13 00, mailto:presse@bvr.de, http://www.bvr.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/40550/6254143

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