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Deutsch-dänisches Industriekonsortium investiert siebenstelligen
Betrag in Kognitive Systeme
Karlsruhe (ots) - embraceable Technology erhöht sein Eigenkapital um eine
siebenstellige Summe. Die Maßnahme wird von der Karlsruher hp-TECHNIK GmbH und
ihrer Gesellschafterin, der dänischen Danfoss-Gruppe, getragen. Sie dient der
Weiterentwicklung sogenannter Kognitiver Systeme - einer neuen Klasse autonomer
Softwaresysteme, die die Engpässe rein generativer KI-Architekturen überwindet
und zuverlässige Maschinenautonomie ermöglicht.
Die bisherige Entwicklung generativer KI wurde vor allem durch größere Modelle,
mehr Daten und steigende Rechenleistung geprägt. Gleichzeitig zeigen sich bei
komplexen Entscheidungs- und Handlungsprozessen zunehmend Grenzen dieser
Technologie als Grundlage für autonome Systeme wie etwa KI-Agenten. Insbesondere
dort, wo Zielkonflikte und komplexe Richtlinien berücksichtigt werden müssen,
steigen Rechenlast und Modellierungsaufwand überproportional - häufig zulasten
von Wirtschaftlichkeit und Verlässlichkeit.
Kognitive Systeme haben das Ziel, diese strukturellen Grenzen zu überwinden. Sie
nutzen Sprachmodelle für Hypothesengenerierung und semantische Verarbeitung und
ergänzen diese um zusätzliche kognitive Strukturen wie explizite Abstraktionen.
Auf diese Weise verändert sich der innere Denkablauf der KI. Komplexe Denk- und
Entscheidungsprozesse lassen sich so mit deutlich höherer Qualität und
gleichzeitig deutlich geringerer Rechenlast abbilden. Dadurch verringert sich
auch der Bedarf an proprietären Hochleistungsmodellen und den dahinterstehenden
Infrastrukturen.
"Wir stehen an einem fundamentalen Übergang von der Skalierung durch reine
Rechenleistung hin zu einer Skalierung durch kognitive Architekturen", erklärt
Dr.-Ing. Christian Gilcher, Gründer und CEO von embraceable Technology. "Für
viele hochwertige industrielle und geschäftskritische Anwendungen reicht
generative KI in der heutigen Form nicht aus. Es braucht Systeme, die
anspruchsvolle kognitive Aufgaben strukturiert ausführen können. Genau das
leisten Kognitive Systeme."
Zu den frühen Anwendern der Technologie zählt unter anderem die RWE AG.
"Die kognitive Leistungsfähigkeit pro eingesetztem Euro wird zu einer
entscheidenden Größe für die wirtschaftliche Nutzung intelligenter Systeme",
betont Scott-Oliver Lührs, Enterprise Architect der RWE AG. "Der Ansatz ist
sowohl aus architektonischer als auch aus kommerzieller Sicht vielversprechend."
Diese Einschätzung teilen auch die beteiligten Investoren:
"Die bisherige KI-Entwicklung wurde maßgeblich durch den Zugang zu Kapital,
Rechenleistung und Energie geprägt", sagt Ulf-Henning Elsässer, Geschäftsführer
der hp-TECHNIK GmbH. "Sollte sich der Trend zu neuen kognitiven Architekturen
fortsetzen, könnten wissenschaftliche Exzellenz, Ingenieurskompetenz und
industrielle Integration deutlich stärker in den Mittelpunkt rücken. Das hätte
erhebliche strategische Bedeutung für Europa, weil es einen alternativen
Entwicklungspfad zu Hochleistungs-KI eröffnet."
Die Kapitalmaßnahme soll die Weiterentwicklung der Technologieplattform sowie
die Skalierung produktiver Anwendungen beschleunigen. Die Einführung der
Technologie erfolgt schrittweise in strategischen Schlüsselindustrien, darunter
Industrial Engineering, Energy & Utilities, Financial Services sowie Defence &
Intelligence.
Über embraceable Technology
embraceable Technology entwickelt die infrastrukturellen Grundlagen für
zuverlässige Maschinenautonomie. Dazu gehören Kognitive Systeme für komplexe
Entscheidungsprozesse ebenso wie Technologien für Wissensorganisation und
autonome Geschäftsprozesse. Ziel ist es, komplexe Analyse-, Entscheidungs- und
Handlungsprozesse zuverlässiger, nachvollziehbarer und ressourceneffizienter zu
gestalten.
Weitere Informationen unter www.embraceable.technology
(https://embraceable.technology/).
Pressekontakt:
Dr. Fabian Prechtl
Gablonzer Str. 21
D-76185 Karlsruhe
mailto:fabian.prechtl@embraceable.ai
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