Persischer Golf

Straße von Hormus: Iran schiebt den Ball bei Öffnung den USA zu - Trump legt Angebot ab


Straße von Hormus: Iran schiebt den Ball bei Öffnung den USA zu - Trump legt Angebot ab

Im Ringen um eine Wiederöffnung der Straße von Hormus sieht der Iran nun die USA am Zug.

Teheran habe Washington über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt, sagte Außenminister Abbas Araghtschi in New York vor Journalisten. Die Entscheidung liege nun bei den Vereinigten Staaten. "Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Straße von Hormus geöffnet sein", sagte Aragthschi.

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Laut Araghtschi besteht der Plan darin, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Danach könne dann die Meerenge wieder eröffnet werden. Bei den Bedingungen soll es sich um bereits in dem Rahmenabkommen vom Juni festgelegte Verpflichtungen handeln. Teheran gehe davon aus, dass die "innerhalb von vier oder fünf Tagen umgesetzt werden können".

Von einem US-Beamten hieß es zunächst, man habe es "nicht eilig" und führe positive und konstruktive Gespräche mit dem Iran über Vermittler. Das "Wall Street Journal" berichtete später unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte, Präsident Donald Trump lehne den Plan der Iraner ab.

Der Präsident habe seinen Beratern gesagt, er gehe davon aus, die Luftangriffe auf Ziele im Iran nach den US-Parlamentswahlen Anfang November wieder aufzunehmen, hieß es weiter. Trump hat dem Iran bereits mehrfach mit massiven Angriffen gedroht - ohne dies letztlich wahrzumachen.

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Zudem veröffentlichte Trump auf seiner Plattform Truth Social eine Kartengrafik, auf der die Straße von Hormus eingekreist ist. Darunter steht: Trump-Meerenge.

Das Rahmenabkommen vom Juni hätte die Öffnung der für den Export von Öl- und Flüssiggas bedeutenden Meerenge erwirken sollen. Angesichts fortdauernder gegenseitiger Angriffe fiel die Vereinbarung aber schnell in sich zusammen.

Der iranische Außenminister sagte nun, am Ende des Sieben-Tage-Plans stehe der Beginn von Gesprächen mit den USA über ein endgültiges Abkommen. Eine solche Vereinbarung müsste auch den Umgang mit Irans umstrittenem Atomprogramm regeln.

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In der Vergangenheit hatte die Führung in Teheran für eine Öffnung der Straße von Hormus unter anderem verlangt, dass die USA eingefrorene iranische Vermögenswerte freigeben, den Krieg an allen Fronten beenden und ihre Blockade iranischer Häfen und Schiffe aufheben. Zudem forderte die Islamische Republik, dass sich Washington nicht in die inneren Angelegenheiten des Landes einmischt.

Trump: Habe iranisches Hormus-Angebot abgelehnt

US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormus abgelehnt. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte Trump vor Journalisten am Weißen Haus. Er verwies darauf, dass die US-Seeblockade den Iran unter wirtschaftlichen Druck setze, weil kein Geld aus Energieexporten mehr reinkomme.

Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt, Teheran habe Washington über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt. "Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Straße von Hormus geöffnet sein", sagte Aragthschi. Laut ihm war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Dem "Wall Street Journal" zufolge gehörte dazu, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.

Höhere Spritpreise

Der Iran hatte nach den ersten US-Angriffen im Februar den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiert, über die ein großer Teil der Lieferungen von Öl und Gas aus der Region läuft. Das führte auch zu deutlich höheren Spritpreisen in den USA, was Trumps Umfragewerte weiter sinken ließ. Anfang November steht die Parlamentswahl an, bei der Trumps Republikanische Partei befürchten muss, zumindest die Kontrolle über das Repräsentantenhaus als eine der Kongress-Kammern an die Demokraten zu verlieren. Das würde Trumps Spielraum in den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit einschränken.

Die USA reagierten auf die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischen Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen. Trump zufolge kommen derweil mehr Tanker durch die Straße von Hormus durch. Vergangene Nacht seien es 29 Schiffe gewesen, sagte er.

'Verlangten alles im Voraus': USA über Irans Hormus-Angebot

Die USA haben nach Angaben ihres Botschafters bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus abgelehnt, weil der Iran dafür einige Vorbedingungen verlangt hat. Teheran habe die Aufhebung weitreichender Sanktionen sowie den Zugang zu eingefrorenen Vermögenswerten in Milliardenhöhe gefordert, sagte Waltz dem US-Sender CNN.

"Sie verlangten alles im Voraus", fasste der US-Botschafter zusammen und bemängelte, dass die Iraner sich erst danach zu Verhandlungen bereiterklärt hätten. US-Präsident Donald Trump sei nicht überzeugt, dass die Iraner tatsächlich über die Beendigung ihres umstrittenen Atomprogramms verhandeln würden.

Trump: Angebot war nicht annehmbar

Trump hatte jüngst mitgeteilt, dass er einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Meerenge abgelehnt habe, weil das Angebot nicht annehmbar gewesen sei. Er verwies darauf, dass die US-Seeblockade den Iran unter wirtschaftlichen Druck setze, weil kein Geld aus Energieexporten mehr reinkomme.

Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi gesagt, Teheran habe Washington über Katar einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt. "Sie können diesen Sieben-Tage-Plan akzeptieren, und am Ende wird die Straße von Hormus geöffnet sein", sagte Araghtschi. Laut ihm war Teil des Vorschlags, dass die USA zunächst bestimmte Anforderungen erfüllen. Dem "Wall Street Journal" zufolge gehörte dazu, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.

Freie Schifffahrt durch Straße von Hormus vor dem Krieg

Vor dem Iran-Krieg, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begonnen hatten, verlief die Schifffahrt in der Meerenge weitestgehend ungestört. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde durch die Straße von Hormus transportiert, die auch für den Transport von Flüssiggas und Dünger wichtig ist. Bereits kurz nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. In der Folge stiegen die Weltmarktpreise für Öl und Gas sprunghaft an.

Die USA reagierten auf die Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran mit einer eigenen Blockade iranischer Seehäfen, um das Land wirtschaftlich unter Druck zu setzen.

/apo/DP/zb

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: rawf8 / Shutterstock.com, Aritra Deb / Shutterstock.com

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