Privatkonsum und Exporte stützen deutsches BIP-Wachstum im 3Q
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist im dritten Quartal von nahezu allen Sektoren gestützt worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in zweiter Veröffentlichung mitteilte, stachen aber der private Konsum mit einem Beitrag zum Quartalswachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,6 (zweites Quartal: minus 5,8) Punkten und die Nettoexporte mit 3,9 (minus 2,9) Punkten heraus.
Der Staatskonsum lieferte 0,2 (0,5) Punkte, die Bruttoanlageinvestitionen 0,8 (minus 1,5) Punkte, die Ausrüstungsinvestitionen 1,0 (minus 1,0) Punkte und die sonstigen Anlagen 0,1 (0,0) Punkte. Die Lagerveränderungen schlugen mit minus 2,0 (minus 0,1) Punkten und die Bauinvestitionen mit minus 0,2 (minus 0,5) Punkten negativ zu Buche.
Destatis meldete in zweiter Veröffentlichung einen preis- und saisonbereinigten BIP-Anstieg von 8,5 Prozent. Vorläufig war ein Plus von 8,2 Prozent gemeldet worden. Das für das zweite Quartal gemeldete Minus von 9,8 Prozent wurde bestätigt. Das Niveau des Vorjahresquartals unterschritt die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal noch um 4,0 (zweites Quartal: minus 11,3) Prozent.
Laut Destatis stieg der Privatkonsum gegenüber dem Vorquartal um 10,8 (minus 11,1) Prozent und der Staatskonsum um 0,8 (plus 2,2) Prozent. Die Bruttoanlageinvestitionen nahmen um 3,6 (minus 6,6) Prozent zu und die Ausrüstungsinvestitionen um 16,0 (minus 15,1) Prozent. Die Bauinvestitionen sanken dagegen um 2,0 (minus 4,3) Prozent. Die Exporte stiegen um 18,1 (minus 20,5) Prozent und die Importe um 9,1 (minus 15,9) Prozent.
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November 24, 2020 02:24 ET (07:24 GMT)