Regulierer genehmigt höhere Entgelte für Schienennutzung
BERLIN (Dow Jones)--Für Verkehrsbetriebe wird die Nutzung von Zugtrassen ab dem kommenden Jahr teurer. Im schienengebundenen Personennahverkehr steigen die Entgelte ab 2021 um 1,8 Prozent, im Fernverkehr im Schnitt um rund 2,4 Prozent. Entsprechende Anträge der Deutsche-Bahn-Tochter DB Netz AG hatte die Bundesnetzagentur genehmigt.
Im Güterverkehr auf der Schiene steigt das Entgelt um rund 2,3 Prozent. Im März hatte die Behörde zwar auch eine Entgelterhöhung für den Nahverkehr um rund 3 Prozent angekündigt, aber zugleich deutliche Absenkungen im Fern- und Güterverkehr in Aussicht gestellt. Hier lagen die Entlastungen gegenüber dem Genehmigungsantrag noch bei rund 5 und 8 Prozent.
Die damals noch massive Spreizung erklärte sich dadurch, dass die Entgelte im Nahverkehr zuvor noch an die Regionalisierungsmittel gekoppelt waren. Als Nebeneffekt der erheblichen Mittelaufstockungen im Klimapaket der Bundesregierung stiegen die Entgelte hier erheblich an, während sie im Fern- und Güterverkehr entsprechend geringer ausfielen. Diese Kopplung wurde vom Gesetzgeber umgestaltet, um Preissprünge zu vermeiden. Daher musste auch die Netzagentur die Kosten für die Schienennutzung neu berechnen.
Billiger als erwartet wird es nun für Wettbewerber der Bahn. Für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, wie sie konkurrierende Bahnunternehmen anbieten, folgte der Regulierer nicht dem Antrag der DB Netz AG: Hier wurde das Entgelt ähnlich wie in den Vorjahren um 23 Prozent abgesenkt. Der neue Netzfahrplan gilt ab 13. Dezember 2020.
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September 21, 2020 12:21 ET (16:21 GMT)