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Rheinmetall-Aktie nach Kurszielsenkung tiefer: Absage von Fregatte F126 dürfte Einbußen nach sich ziehen


Rheinmetall-Aktie nach Kurszielsenkung  tiefer: Absage von Fregatte F126 dürfte Einbußen nach sich ziehen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall bewertet derzeit die Auswirkungen der Stornierung des Programms für die Fregatte F126. Das erwartete Nominationsziel dürfte nicht erreicht werden.

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Der Rüstungskonzern Rheinmetall erwartet nach der Stornierung des Programms für die Fregatte F126 Einbußen. So könnte der Umsatz im laufenden Jahr dadurch bis zu 300 Millionen Euro weniger betragen, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Im zweiten Quartal habe Rheinmetall hingegen sein Umsatzwachstum deutlich beschleunigt, es dürfte über 60 Prozent liegen, hieß es weiter.

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Bei den Aufträgen wird Rheinmetall seine Ziele trotz einer robusten Dynamik nicht erreichen: Die sogenannte Nomination werde im zweiten Quartal ein niedriges zweistelliges Milliarden-Euro-Niveau erreichen. Der Rüstungskonzern hatte zuvor 20 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Diese Kennziffer umfasst neben dem klassischen Auftragseingang unter anderem das Volumen aus neu abgeschlossenen Rahmenverträgen.

Die Anleger sollten jedoch das große Bild nicht aus den Augen verlieren, schrieb Barclays-Analyst Afonso Osorio. Er ist vorsichtig optimistisch für die Ergebnisse des zweiten Quartals und rechnet mit einem Wachstum um 59 Prozent auf fast 3,1 Milliarden Euro. Das jüngst gescheiterte Fregatten-Geschäft dürfte sich beim Auftragseingang bemerkbar machen, ansonsten erwartet Osorio die Jahresziele aber unverändert.

JPMorgan pessimistischer

Die US-Bank JPMorgan senkte ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie bis 2030 unterdessen. So vollzögen sich technologische Veränderungen in der Wehrtechnik deutlich schneller als erwartet, schrieb Analyst David H Perry. Zudem benötige die Bundesregierung mehr Zeit als angenommen für die Auftragsvergabe. Er halte die mittelfristigen Ziele daher für zunehmend ambitioniert.

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Trotz der Stornierung des F126-Projektes schlage sich Rheinmetall in diesem Jahr bei den Aufträgen bislang besser als gedacht, bemerkte der Analyst, der acht Milliarden Euro für das Quartal angenommen hatte. Es zeige sich dabei jedoch, dass die Bundesregierung zunehmend auf die Preise achte, was sich mittelfristig in den Margen niederschlagen dürfte.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte nach jahrelangen Verzögerungen und Kostenexplosionen das Fregattenprojekt F126 gecancelt und sich stattdessen für eine kleinere Variante des Konkurrenten TKMS thyssenkrupp Marine Systems entschieden.

Wie Rheinmetall weiter mitteilte, prüft der Konzern, ob das Programm weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose hat. Näheres will der Konzern bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 6. August benennen. Der geplante Beitrag zur mittelfristigen Prognose für 2030 lag den Angaben zufolge unter drei Prozent. Rheinmetall setze alles daran, diesen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern.

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Barclays senkt Ziel für Rheinmetall auf 2.000 Euro - 'Overweight'

Die britische Investmentbank Barclays hat das Kursziel für Rheinmetall von 2.035 auf 2.000 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Die Anleger sollten das große Bild nicht aus den Augen verlieren, schrieb Afonso Osorio am Donnerstag. Er ist vorsichtig optimistisch für die Ergebnisse des zweiten Quartals und rechnet mit einem Wachstum um 59 Prozent auf fast 3,1 Milliarden Euro. Bei anziehendem Muntionsabsatz, einer inspirierenden Telefonkonferenz und einer Unterschrift unter den Boxer-Deal könnten die Papiere der Düsseldorfer wieder in Gang kommen. Das jüngst gescheiterte Fregatten-Geschäft dürfte sich beim Auftragseingang bemerkbar machen, ansonsten erwartet Osorio die Jahresziele aber unverändert.

Die Rheinmetall-Aktie verlor im XETRA-Handel letztlich 1,94 Prozent auf 1.093,40 Euro, nachdem sie sich in der laufenden Woche bereits um 18 Prozent von ihrem jüngsten Kursverfall erholt hatte.

DÜSSELDORF dpa-AFX und dpa-AFX Broker

Bildquellen: Postmodern Studio / Shutterstock.com, Tobias Arhelger / Shutterstock.com

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11:31 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
03.07.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
03.07.26 Rheinmetall Overweight Barclays Capital
25.06.26 Rheinmetall Buy Warburg Research