Rheinmetall prüft Folgen des Stopps von F126-Fregattenprogramm
DOW JONES--Der Rüstungskonzern Rheinmetall prüft mögliche Auswirkungen des Baustopps von sechs F126-Fregatten durch das Bundesverteidigungssystem auf die eigene Bilanz. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte Ende Juni die Reisleine bei dem Marine-Projekt gezogen, weil die Kosten explodierten. Wie Rheinmetall mitteilte, hat der Konzern zwar sein erwartetes Umsatzwachstum von mehr als 60 Prozent im zweiten Quartal erzielt. Der Wert des sogenannten "Rheinmetall Nomination" - die Summe des Auftragseingangs und des Volumens der neu abgeschlossenen Rahmenverträge - könne jedoch das Ziel von 20 Milliarden Euro nicht erreichen.
"Trotz der starken Auftragsdynamik in allen anderen Segmenten mit einem ersten Auftrag für Loitering-Munition im April und dem rumänischen Auftragspaket im Rahmen des SAFE-Programms Ende Mai, wird das Gesamtvolumen des Rheinmetall Nomination im zweiten Quartal ein niedriges zweistelliges Euro-Milliarden-Niveau erreichen", teilte der Konzern mit.
Geprüft werde derzeit, ob das Aus für das Fregatten-Programm weitere Auswirkungen auf die Gesamtjahresprognose habe. Ohne die Möglichkeit zur kurzfristigen Kompensation der entgangenen Umsätze könnte der Umsatz im Jahr 2026 um bis zu 300 Millionen Euro geschmälert werden. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal am 6. August werde der Konzern ein detaillierteres Update vorlegen.
Der eingeplante Beitrag des geplatzten Großauftrags zur mittelfristigen Prognose bis 2030, die Rheinmetall im vergangenen November gab, lag unter 3 Prozent, wie der Konzern mitteilte. "Rheinmetall wird alles daran setzen, diesen Effekt durch weitere Auftragsabschlüsse in der Zukunft abzufedern", hieß es weiter.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/sha/ros
(END) Dow Jones Newswires
July 02, 2026 12:30 ET (16:30 GMT)
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