ROUNDUP: Kubicki obsiegt bei FDP-Vorsitzwahl gegen Strack-Zimmermann


BERLIN (dpa-AFX) - Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der 74-Jährige setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Diese kandidierte überraschend gegen ihn.

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Kubicki erhielt von den Delegierten 390 Stimmen, Strack-Zimmermann 259. Vier Delegierte enthielten sich, fünf stimmten für beide mit Nein.

Kubicki soll nun schaffen, was dem bisherigen Vorsitzenden Christian Dürr seit seiner Wahl vor einem Jahr nicht gelang: die FDP aus der zunehmenden Bedeutungslosigkeit herauszuführen und wieder zu einem ernsthaften politischen Faktor zu machen.

Bisheriger Parteichef Dürr nach Misserfolgen in der Kritik

Der frühere Fraktionschef Dürr war nach dem Scheitern der Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 an die Spitze der Partei getreten. Ihm gelang es aber nicht, das Ruder herumzureißen. In diesem Jahr kassierte die FDP bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg (4,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (2,1 Prozent) bittere Niederlagen. In beiden Ländern kam sie nicht mehr in den Landtag. Daraufhin traten Präsidium und Bundesvorstand zurück.

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Erste Bewährungsproben schon bei Wahlen im Herbst

Die neue Führungsmannschaft wird nur für ein Jahr gewählt. Die erste Bewährungsprobe hat die neue Spitzenperson bereits im September vor sich. Dann werden in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Landesparlamente gewählt.

In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sitzen die Freien Demokraten noch in den Landtagen, in Magdeburg gehören sie sogar der Landesregierung an. In allen drei Ländern liegt die FDP aktuell in den Meinungsumfragen aber bei unter 5 Prozent.

Noch wichtiger werden die Landtagswahlen im April kommenden Jahres in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sein. Schleswig-Holstein ist die Heimat von Kubicki, NRW die von Höne, der nun zum Stellvertreter Kubickis gewählt werden will. Misserfolge in beiden Ländern würden die neue FDP-Spitze stark beschädigen./sk/DP/zb

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