S&P Global: Wirtschaft der Eurozone rutscht tiefer in rote Zone
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaft der Eurozone ist im August wegen der galoppierenden Inflation und der unsicheren Konjunkturaussichten noch tiefer in die Kontraktionszone gerutscht. Der Sammelindex für die Produktion der Privatwirtschaft der Eurozone, der Industrie und Dienstleistungen umfasst, fiel auf 48,9 Zähler von 49,9 im Vormonat, wie S&P Global bei einer zweiten Veröffentlichung berichtete.
Beim ersten Ausweis war ein Rückgang auf 49,2 Punkte gemeldet worden. Volkswirte hatten eine Bestätigung dieses Werts erwartet. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter deutet es auf ein Schrumpfen.
"Mit dem zweiten Rückgang der Wirtschaftsleistung in Folge ist die Wahrscheinlichkeit einer Schrumpfung des Eurozone-BIP im dritten Quartal gestiegen", sagte S&P-Global-Chefökonom Chris Williamson. "Dass sich die Talfahrt beschleunigte, war darauf zurückzuführen, dass Unternehmen und Haushalte die Gürtel angesichts der weiter galoppierenden Inflation und der zunehmend unsicheren Konjunkturaussichten enger geschnallt haben."
Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Servicebereich fiel auf 49,8 Punkte von 51,2 im Vormonat. Der erste Datenausweis hatte einen Stand von 50,2 ergeben, dessen Bestätigung Ökonomen erwartet hatten.