Schuldenabbau

Canopy Growth-Aktie dreht an der NASDAQ ins Minus: Canopy Growth legt Schuldenplan vor


Canopy Growth-Aktie dreht an der NASDAQ ins Minus: Canopy Growth legt Schuldenplan vor

Die Schulden des in finanzielle Schieflage geratenen Cannabisherstellers Canopy Growth belaufen sich mittlerweile auf einen Milliardenbetrag. Nach Werksverkäufen und Entlassungen hat das kanadische Unternehmen nun einen Plan zum Schuldenabbau vorgelegt.

• Sparmaßnahmen umgesetzt
• Teil-Rückzahlung innerhalb von zwei Quartalen geplant
• NASDAQ wirf Nichteinhaltung von Vorschriften vor

Schulden in Milliardenhöhe

Trotz der sich anbahnenden gesetzlichen Lockerung des Cannabiskonsums in Ländern wie den USA und Deutschland, geriet der kanadische Cannabis-Hersteller Canopy Growth in den letzten Monaten immer mehr in Schieflage. Stand Ende März 2023 beliefen sich die Schulden des Unternehmens auf 1,3 Milliarden Kanadische Dollar, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtete. Um die finanzielle Krise zu meistern, trennte sich Canopy im Juli von der Produktionsanlage im kalifornischen Modesto, nachdem bereits ein Stellenabbau, der Rückzug aus einigen Märkten sowie Schließungen von Verkaufsstandorten vollzogen wurden, so die Agentur. Alleine der jüngste Werksverkauf habe dem ins Straucheln geratenen Konzern einen Erlös von 81 Millionen Kanadischen Dollar beschert, bis Ende September 2023 sollen durch ähnliche Transaktionen bis zu 150 Millionen Kanadische Dollar in die Unternehmenskassen gespült werden.

Schuldenplan vorgestellt

Zusätzlich zu den bisherigen Kosteneinsparungsmaßnahmen kündigte Canopy Growth am vergangenen Freitag nun eine Reihe von Vereinbarungen an, um den Schuldenberg weiter zu reduzieren. Der mit besicherten und unbesicherten Kreditgebern ausgehandelte Plan umfasst vor allem den Abbau von 437 Millionen Kanadische Dollar an Schulden innerhalb der nächsten zwei Quartale, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Die jährlichen Zinskosten sollen außerdem um 20 bis 30 Millionen Kanadische Dollar gesenkt werden, heißt es weiter. Darüber hinaus will man ungefähr 41 Prozent der bestehenden Anleihen in Stammaktien umwandeln. "Wir freuen uns, dass wir mit unseren Kreditgebern konstruktiv zusammengearbeitet haben, um diese Vereinbarungen zu erreichen, die es Canopy Growth ermöglichen, Barmittel zu bewahren und seine Bilanz durch einen wertsteigernden und bedeutenden Abbau der Gesamtverschuldung weiter zu verbessern", erklärte Canopy-CFO Judy Hong in der Mitteilung. "Wir glauben, dass diese jüngsten Meilensteine, zusätzlich zu den Maßnahmen, die Canopy Growth ergriffen hat, um seine Bilanz zu stärken, und der kontinuierlichen Umsetzung des Kostensenkungsprogramms, den Investoren und allen unseren Stakeholdern ein größeres Vertrauen in unseren Weg zur langfristigen Wertschöpfung geben werden."

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So bewegt sich die Canopy Growth-Aktie

In den letzten zwei Jahren bewegte sich die an der NASDAQ gelistete Canopy Growth-Aktie tendenziell gen Süden. Und auch seit Jahresbeginn steht ein Minus von 83,37 Prozent an der Kurstafel. Aufgrund des starken Kursverfalls wurde das Unternehmen kürzlich vom Betreiber der Tech-Börse darüber unterrichtet, dass Vorschriften nicht eingehalten wurden, weil die Canopy-Aktie an mehr als 30 aufeinanderfolgenden Handelstagen unter 1,00 US-Dollar notierte.

Die Neuigkeiten um die Vereinbarungen zum Schuldenabbau konnte die Anleger am Freitag zunächst auch nicht begeistern: An der NASDAQ schloss das Papier bei 0,3841 US-Dollar und damit 40,91 Prozent tiefer als noch am Vortag. Im Montagshandel schienen sich Marktteilnehmer zeitweise wieder aus der Reserve zu wagen und schickten die Cannabis-Aktie zunächst ins Plus. Zum Handelsende verlor das Papier 2,66 Prozent auf 0,3739 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Jarretera / Shutterstock.com

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