Selenskyj: Europa muss schnellstmöglich Nein zu russischem Öl sagen
KOPENHAGEN (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Westen augerufen, seine Abhängigkeit von Gas, Kohle und Öl aus Russland so schnell wie möglich zu beenden. In einer Videoansprache vor dem dänischen Parlament dankte er Dänemark am Dienstag für die Hilfe und Unterstützung bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs auf sein Land, forderte zugleich aber weitere Sanktionen gegen Moskau. "Europa muss so schnell wie möglich Nein zu russischem Öl sagen", sagte Selenskyj. Der Handel mit Russland müsse blockiert, russische Schiffe beschlagnahmt werden. Die Umstellung auf erneuerbare Energien in Europa müsse beschleunigt werden.
Selenskyj sprach außerdem über die Lage in der belagerten Hafenstadt Mariupol. Was die russischen Truppen dort machten, sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dies geschehe vor den Augen der gesamten Welt. Er fragte, warum die Welt nicht eingegriffen habe.
Täglich werde sein Land von tödlichen russischen Raketen angegriffen, berichtete der Präsident. Ziel Russlands sei es, die Grundlagen der Ukrainerinnen und Ukrainer für ein normales Leben vollständig zu zerstören. Vier Millionen Ukrainer hätten ihr Land bereits verlassen, darunter vor allem Frauen und Kinder.
Selenskyj hat in den vergangenen Wochen vor mehreren Parlamenten und weiteren Institutionen gesprochen, darunter war auch der Bundestag in Berlin und der schwedische Reichstag in Stockholm. Am Mittwoch war auch eine Videoansprache vor dem norwegischen Parlament geplant.
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