Staatsschuldenquote im Euroraum sinkt im ersten Quartal leicht
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Staatsschulden in der Eurozone sind im ersten Quartal 2023 leicht gesunken. Die Schuldenquote verringerte sich gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 91,2 von 91,4 Prozent im Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat meldete. Der öffentliche Schuldenstand fiel im Verhältnis zum BIP aufgrund eines stärkeren Wachstums des BIP gegenüber dem Wachstum des öffentlichen Schuldenstands in absoluten Zahlen. In absoluten Zahlen erhöhte sich der Schuldenberg auf 12,467 von 12,262 Billionen Euro.
In der gesamten EU sank die Staatsschuldenquote auf 83,7 von 83,8 Prozent. Die Schulden in absoluten Zahlen stiegen auf 13,511 von 12,274 Billionen Euro.
Die höchsten Verschuldungsquoten wurden am Ende des ersten Quartals in Griechenland (168,3 Prozent), Italien (143,5 Prozent), Portugal (113,8 Prozent), Spanien (112,8 Prozent), Frankreich (112,4 Prozent) und Belgien (107,4 Prozent) verzeichnet. Die niedrigsten Quoten gab es in Estland (17,2 Prozent), Bulgarien (22,5 Prozent), Luxemburg (28,0 Prozent) und Dänemark (29,4 Prozent). Deutschlands Quote bewegte sich im Mittelfeld (65,9 Prozent)
Die staatlichen Haushaltsdefizite in der Eurozone sanken im ersten Quartal kräftig. Eurostat meldete Rückgang des Defizits auf 3,2 von 4,7 Prozent im Vorquartal. In der gesamten EU fiel das Defizit ebenfalls auf 3,2 von 4,7 Prozent zuvor.
"Aufgrund verringerter Gesamtausgaben sowie eines Anstiegs des nominalen BIP wurde im Vergleich zum vierten Quartal 2022 für den Euroraum und die EU ein Rückgang der Defizite beobachtet", erklärten die Statistiker. "Maßnahmen, um die Folgen der hohen Energiepreise zu mildern, hatten in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 und im ersten Quartal 2023 starke Auswirkungen auf die Finanzierungssaldi und die Mehrheit der Mitgliedstaaten verzeichnete weiterhin ein Staatsdefizit."
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July 21, 2023 05:00 ET (09:00 GMT)