Starke Zahlen

GSK-Aktie fällt trotz überraschend starkem Start des Pharmakonzerns ins Jahr


GSK-Aktie fällt trotz überraschend starkem Start des Pharmakonzerns ins Jahr

Der britische Pharmakonzern GSK hat im ersten Quartal von einer starken Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs, HIV und Immunerkrankungen profitiert.

Der Umsatz kletterte in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um zwei Prozent auf gut 7,6 Milliarden britische Pfund (8,8 Mrd Euro), wie der Konzern am Mittwoch in London mitteilte. Währungsbereinigt betrug das Plus 5 Prozent und lag damit am oberen Ende der bestätigten Jahresprognose. Überraschend deutlich zulegen konnte dabei der wichtige Kassenschlager Shingrix, eine Impfung gegen Gürtelrose.

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Der Kurs der GSK-Aktie gab in London zuletzt 8,04 Prozent auf 18,65 Pfund nach.

JPMorgan-Analyst Zain Ebrahim sieht kaum Spielraum für steigende Markterwartungen. Denn die überraschend starke Geschäftsentwicklung des ersten Quartals basiere wohl vor allem auch auf einem Shingrix-Lagerbestandseffekt.

GSK sei dank seiner größten Wachstumstreiber stark in das Jahr gestartet, sagte der neue Konzernchef Luke Miels. Für die vollen zwölf Monate erwartet der Manager weiterhin abseits der Wechselkurseffekte einen Umsatzanstieg um drei bis fünf Prozent. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn soll währungsbereinigt um sieben bis neun Prozent anziehen. Im ersten Quartal übertraf der Konzern hier zu konstanten Wechselkursen mit einem Anstieg von zehn Prozent auf 2,65 Milliarden Pfund das eigene Ziel.

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Miels hatte zu Jahresbeginn den Vorstandsvorsitz von Emma Walmsley übernommen. Der Manager steht vor der Aufgabe, die Pipeline des Unternehmens zu stärken, um unter anderem Einnahmeverluste durch ein wichtiges HIV-Medikament auszugleichen. Laut Analysten könnte Miels dafür ein Effizienzprogramm einführen und gleichzeitig verstärkt auf Übernahmen setzen.

So hatte GSK zu Beginn des Jahres der 2,2 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Biotechunternehmens Rapt Therapeutics zugestimmt, das Behandlungen für Patienten mit entzündlichen und immunologischen Erkrankungen entwickelt. Zudem sicherte sich das Unternehmen in einer separaten Transaktion ein Medikament gegen pulmonale Hypertonie.

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: BEN STANSALL/AFP/Getty Images

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Datum Rating Analyst
18.09.26 GSK Hold Deutsche Bank AG
17.09.26 GSK Neutral UBS AG
15.09.26 GSK Hold Deutsche Bank AG
15.09.26 GSK Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
14.09.26 GSK Underweight JP Morgan Chase & Co.

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