Steigende Kosten drücken Winzer-Löhne trotz harter Arbeit


OESTRICH-WINKEL/NÜRNBERG (dpa-AFX) - Der deutsche Weinkonsum sinkt, die Produktionskosten im Weinbau steigen: Wie viel Geld verdienen Winzerinnen und Winzer? Nicht bei allen klingelt die Kasse kräftig. Die Bandbreite der Verdienste ist aber groß.

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Der Rheingauer Weinbaupräsident Peter Seyffardt sagt: "In einem gesättigten Markt mit einem hohen Angebot lassen sich Preissteigerungen nur schwerlich oder gar nicht durchsetzen. Diese Kombination setzt die Winzer unter einen hohen Kostendruck, der vielfach nur durch persönlichen Verzicht bei der unternehmerischen Entlohnung kompensiert werden kann."

Sonntagsarbeit

Der Rheingauer Weinbauverband gehe davon aus, "dass sich der eine oder anderer Winzer/Unternehmer somit effektiv einen geringeren Stundenlohn auszahlen kann, wie er an seine Mitarbeiter auszahlen kann". Ausgeglichen werde dies mit einem "hohen Maß an persönlichem Einsatz, sechs bis sieben Tage die Woche, täglich vielfach zehn bis zwölf Stunden", erläutert Seyffardt.

Insgesamt schwanken die Einkommen stark mit einer Spannweite von kleinen Familienbetrieben bis zu den Inhabern bekannter Spitzenweingüter, heißt es in der Branche. Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg beziffert das "mittlere monatliche Vollzeit-Bruttoentgelt (Median)" in Deutschland mit 2.895 Euro./jaa/DP/zb

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