Stromverbrauch fällt wegen Corona-Krise bis zu 8,4 Prozent
BERLIN (Dow Jones)--Infolge der Corona-Krise und der massiven Beschränkungen des öffentlichen Lebens sinkt der Stromverbrauch deutlich. In der vergangenen Woche (23. bis 29. März) lag der Absatz um 7,4 Prozent niedriger als in der ersten Märzwoche, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin mitteilte. Zwischen Montag und Mittwoch dieser Woche betrug der Rückgang im Vergleich zum selben Zeitraum in der ersten Märzwoche sogar 8,7 Prozent.
In anderen europäischen Ländern wirken sich die gedrosselte Industrieproduktion, leere Bürogebäude und geschlossene Restaurants auf den Energiebedarf teils deutlich stärker als in Deutschland aus. In Italien lag der Verbrauch in den ersten drei Tagen der laufenden Woche 30 Prozent unter dem vier Wochen zuvor. In Frankreich waren es 20 Prozent, in Spanien 19 Prozent und in den Niederlanden 18 Prozent.
Da die Menschen nun mehr Zeit zu Hause verbringen und viele im Home Office arbeiten, ist laut BDEW zwar von einem erhöhten Stromverbrauch in privaten Haushalten sowie an Internetknoten und Rechenzentren auszugehen. Durch den weggefallenen Stromverbrauch der Industrie werde dieser Anstieg jedoch überkompensiert.
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April 02, 2020 07:54 ET (11:54 GMT)