Studie: Wasserstoff kann CO2-Ausstoß im Ruhrgebiet um 72 Prozent senken
BERLIN (Dow Jones)--Experten zufolge können Wasserstoff-Technologien den Weg zur Klimaneutralität 2050 stark beschleunigen. Allein in der Metropolregion Ruhr liegt das jährliche Einsparpotenzial bei bis zu 25,5 Millionen Tonnen CO2 außerhalb der Energiewirtschaft, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln im Auftrag des Regionalverbands Ruhr zeigt. Das ist etwa die zehnfache Menge CO2, die durch den innerdeutschen Flugverkehr jährlich vor der Corona-Pandemie emittiert wurden.
Bis 2050 könnten mit konsequentem Einsatz von Wasserstoff in den Bereichen Industrie, Verkehr und Wärmeerzeugung laut der Studie 72 Prozent weniger CO2 ausgestoßen werden als noch 2018. Die Industrie ist in Deutschland für 62 Prozent der Emissionen verantwortlich, die drei Sektoren gemeinsam für 99,4 Prozent.
Größtes Potenzial hat im Ruhrgebiet die Stahlbranche. "Unter der Voraussetzung, dass er grün produziert wird, kann Wasserstoff die zentrale Technologie der Metropole Ruhr bei der Erreichung der Klimaziele werden", erklärte der IW-Leiter Branchen und Regionen, Hanno Kempermann.
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March 30, 2021 07:10 ET (11:10 GMT)