Tennet prüft Verkauf des Deutschlandgeschäfts an den Staat


FRANKFURT (Dow Jones)--Der Stromnetzbetreiber Tennet prüft einen Verkauf seiner deutschen Aktivitäten an die Bundesrepublik. Tennet betreibt in den Niederlanden und großen Teilen Deutschlands ein verbundenes Übertragungsnetz. Die hohen Investitionen in die Netze würden in erster Linie durch Fremdkapital finanziert, teilte das Unternehmen nun mit.

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Es sei deutlich geworden, dass die niederländische Regierung es präferiere, die niederländischen Tennet-Aktivitäten zu finanzieren, derzeit schätzungsweise 10 Milliarden Euro. "Für den Eigenkapitalbedarf für die deutschen Aktivitäten von Tennet, der derzeit auf 15 Milliarden Euro geschätzt wird, sucht die niederländische Regierung eine strukturelle Lösung", hieß es nun von Tennet.

Tennet respektiere, dass sowohl die niederländische als auch die deutsche Regierung es vorzögen, ihre jeweiligen nationalen Stromnetze zu finanzieren, kontrollieren und besitzen. Vor diesem Hintergrund wolle Tennet Gespräche mit der deutschen Regierung aufnehmen, um die Möglichkeit eines vollständigen Verkaufs der deutschen Aktivitäten zu akzeptablen Bedingungen auszuloten. Eine solche Transaktion würde die Schaffung von zwei starken nationalen Akteuren ermöglichen, die beim Vorantreiben der Energiewende weiterhin zusammenarbeiten würden.

Tennet sei bewusst, dass die niederländische Regierung als einziger Tennet-Anteilseigner noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe und werde die nächsten Schritte in enger Zusammenarbeit mit der Regierung unternehmen.

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