ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo: Geschäftsklima in der Autoindustrie verschlechtert
Das Geschäftsklima in der Automobilindustrie hat sich im April verschlechtert. Der vom Ifo-Institut erstellte Indikator fiel auf minus 23,8 Punkte von minus 19,0 im März. Die Unternehmen bewerteten zwar ihre aktuelle Geschäftslage besser als im Vormonat, blickten aber erheblich pessimistischer auf die kommenden Monate. Die Geschäftserwartungen fielen auf minus 30,7 Punkte von minus 15,3 im März. "Die Iran-Krise belastet die ohnehin geschwächte Autoindustrie zusätzlich", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.
Teheran lockert Bedingungen für Gespräche
Der Iran hat den USA einen neuen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorgelegt und dabei Kompromissbereitschaft signalisiert, um die Gespräche wiederzubeleben und eine Pattsituation zu beenden, die sich für die iranische Wirtschaft als kostspielig erweist. In den wesentlichen Fragen - der Wiederöffnung der Straße von Hormus und dem iranischen Atomprogramm - liegen die Positionen beider Seiten jedoch weiterhin weit auseinander, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichteten. Dies deutet darauf hin, dass die Verhandlungen weiterhin schwierig verlaufen werden. "Sie wollen einen Deal, aber ich bin damit nicht zufrieden", sagte Präsident Donald Trump zu Reportern.
Trump: USA werden gestrandete Schiffe durch die Straße von Hormus lotsen
US-Präsident Donald Trump hat am Sonntag erklärt, die USA würden damit beginnen, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu leiten, wo sie seit Beginn des Iran-Krieges festsitzen. "Länder aus aller Welt haben die Vereinigten Staaten gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien, die in der Straße von Hormus festsitzen", schrieb Trump auf Truth Social. "Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten Wasserstraßen herausleiten werden, damit sie ihre Geschäfte frei und ungehindert fortsetzen können." Laut zwei hochrangigen US-Beamten sind derzeit keine Kriegsschiffe der US-Marine daran beteiligt, Schiffe durch die Meerenge zu eskortieren.
Trump will mehr als 5000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen
US-Präsident Donald Trump hat den Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Damit verschärft sich der Konflikt zwischen Washington und Berlin sowie den Nato-Verbündeten über deren Zurückhaltung bei der Unterstützung des Krieges im Iran, wie Beamte mitteilten. Das Pentagon hatte zuvor erklärt, das längerfristiges Ziel sei es, dass Europa die Führung bei seiner eigenen konventionellen Verteidigung übernehme und die amerikanische Militärpräsenz auf dem Kontinent schrittweise reduziert werde.
Opec+ beschließt moderate Förderanhebung
Die Opec hat sich bemüht, eine geschlossene Front zu zeigen und sich auf eine symbolische Erhöhung der Ölförderung geeinigt. Die Organisation erdölexportierender Länder und ihre Verbündeten einigten sich darauf, die Produktion im Juni um etwa 188.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Es ist die dritte monatliche Steigerung in Folge und ein Signal an die Märkte, dass die Politik des Kartells von dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der Organisation unberührt bleibt.
Chinas wirtschaftliche Erholung dürfte uneinheitlich bleiben
Die wirtschaftliche Erholung Chinas wird sich wahrscheinlich uneinheitlich fortsetzen, schreiben die Volkswirte von BofA Securities in einer Research Note. Die Exporte dürften "die Produktion in den Sektoren Elektronik und Maschinenbau weiter stützen, während erhöhte Kosten die energieintensiven Industrien belasten", schreiben sie. Die Volkswirte merken an, dass sich der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe des Landes im April trotz der Störungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt gut gehalten habe. Die Erholung des Dienstleistungssektors werde von einer stärkeren Belebung des Konsums abhängen, fügen sie hinzu.
+++ Konjunkturdaten +++
Indonesien Exporte März 22,53 Mrd USD
Indonesien Importe März 19,21 Mrd USD
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
May 04, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)