Verdi sieht erhebliche Job-Risiken bei Commerzbank-Übernahme
DOW JONES--Die Gewerkschaft Verdi befürchtet bei einer Übernahme der Commerzbank durch Unicredit massive Stellenstreichungen. "Unicredit-Chef Andrea Orcel hat jegliches Vertrauen verspielt", sagte Kevin Voß, Commerzbank-Unternehmensbetreuer bei Verdi. "Eine Übernahme würde bei der Commerzbank und der bereits übernommenen Hypovereinsbank (HVB) bis zu 15.000 Arbeitsplätze kosten und keinerlei Mehrwert für Kundschaft und Wirtschaft mit sich bringen."
Im Zusammenhang mit dem von der Commerzbank am Morgen angekündigten weiteren Stellenabbau von 3.000 Vollzeitkräften habe man "wichtige Schutzregelungen für die Beschäftigten" vereinbaren können, teilte Verdi weiter mit. Zentraler Bestandteil der Regelung sei der faktische Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen sowie faire und attraktive Programme für freiwillige Austritte.
Zu den Ambitionen der Commerzbank beim KI-Einsatz sagte Voß, neue Technologien dürften nicht ausschließlich zum Stellenabbau genutzt werden. "Sie müssen auch dazu beitragen, die Arbeit der Beschäftigten spürbar zu erleichtern und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern."
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/mgo/hab
(END) Dow Jones Newswires
May 08, 2026 04:31 ET (08:31 GMT)
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