Vier von fünf Unternehmen im Ausland hart von Krise betroffen


BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Unternehmen im Ausland spüren die Auswirkungen der Corona-Pandemie laut einer Umfrage mit voller Wucht. 80 Prozent der 4.000 befragten Firmen rechnen bereits jetzt mit starken Umsatzverlusten, wie aus dem AHK World Business Outlook hervorgeht. 15 Prozent gehen sogar davon aus, dass sich die Umsätze mehr als halbieren werden. "Wir sehen, dass die Bekämpfung des Coronavirus das Wirtschaftsleben auf dem ganzen Globus erfasst", erklärte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier.

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Das gelte auch für die Konjunkturerwartungen. Zwei Drittel der Unternehmen rechnen laut der Umfrage mit einer schlechteren Wirtschaftslage in ihrer Weltregion, nur noch 10 Prozent erwarten vor Ort eine bessere konjunkturelle Entwicklung. Als besonders schlecht bewerten die Unternehmen in den USA und in Europa ihre Wirtschaftsentwicklung, während die Geschäftserwartungen in China etwas positiver sind. "Womöglich gehen die Unternehmen hier davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Pandemie bereits hinter ihnen liegt", so Treier.

Als direkte Folgen der Corona-Krise nennen 69 Prozent der deutschen Auslandsunternehmen Einschränkungen im Personenverkehr, während 45 Prozent Probleme bei Lieferketten und Logistik sehen. 58 Prozent berichten von weniger Nachfrage, 47 Prozent müssen Investitionen streichen oder zurückfahren. Ein Drittel der deutschen Auslandsunternehmen sehen zudem Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme auf sich zurollen.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/sha

(END) Dow Jones Newswires

April 16, 2020 07:00 ET (11:00 GMT)

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